Tierpark bei Steinhöfel: Süßes Eselmädchen und einsame Ziege – was in Heinersdorf bewegt

Neugierig: Die stolzen Eseleltern und ihr fünf Monate junges Mädchen leben im Tierpark Heinersdorf.
Susanne HübscherDer Tierpark ist klein, aber fein und für die Bürger der Gemeinde Steinhöfel eine kleine Perle. „Der kleine Tierpark ist etwas Besonderes. Darauf sind wir stolz“, sagte Bürgermeisterin Claudia Simon bereits im vergangenen Jahr. Seitdem ist einiges im Heinersdorfer Freigehege passiert. Das Thema Nachwuchs wird dieses Jahr großgeschrieben. Was noch alles auf der Agenda steht.
Neben Ziegen, Hühnern und kleinen Pferden sind auch Vögel und Esel zu bestaunen – ein typischer Heimattiergarten. Etwas aus dem Rahmen fallen die Lamas. Dafür zeigt sich der jüngste Vierbeiner, ein Eselmädchen, von seiner besten Seite in den sommerlichen Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit und Sonne.
Genügend Wasser hilft im heißen Sommer beim Abkühlen
Trotz der Hitze fühlen sich die Tiere in Heinersdorf wohl. Sie haben Badewannen und ausreichend Wasser, um sich bei der Hitze abzukühlen. Im Schutz der Bäume finden einige Vierbeiner ausreichend Platz zum Akklimatisieren.
Wenn Pferde und Esel im Dreck wühlen, hilft das nicht gegen die sommerlichen Temperaturen, sondern gegen Parasiten. Dafür trinken die Vierbeiner täglich mehrere Liter Wasser. Drei kleine Ponys kauen jeden Tag genüsslich am Heu und fallen trotz ihrer geringen Größe durch ihren „Kleiner-Onkel-Look“ von Pipi Langstrumpf auf. „Die Tiere werden zweimal täglich von unseren insgesamt fünf Tierpflegern gefüttert, das Gehege ausgemistet und die Anlage gepflegt. Den Sommer vertragen die meisten Tiere, dank der Wasserquellen, sehr gut“, freut sich Gemeindearbeiterin Anne Franke.
Nachwuchs bei den Eseln und Vögeln
Im vergangenen Jahr waren sie noch die Stars im Tierpark Heinersdorf: das Eselpärchen Bonny und Otto. Seit April hat sich ein strahlender Stern zu ihnen gesellt: ihr Kind. Das Mädchen im braunen Fell ist noch klein und trottet der Mama noch artig hinterher.
Im Vogelgehege gegenüber ist seit etwa zwei Monaten etwas lauter geworden: Die Finken sind auch Eltern geworden. Die etwa elf Jungvögel, zum Teil noch im ersten Federkleid, haben ihre ersten Flugversuche hinter sich und meistern die Kunst des Fliegens. Ihre auffälliger gekleideten Mitbewohner, die Wellensittiche, sind dagegen sichtlich in der Unterzahl - aber nicht weniger fröhlich.
Ziege aus Heinersdorf sucht Mitbewohner
Aus dem Gehege meckert die Ziege, die noch auf einen Mitbewohner wartet. Aber darum kümmert sich Anne Franke. „Über Kleinanzeigen werde ich vielleicht fündig“, sagt die Heinersdorferin. Gelegentlich bekommt der Tierpark auch Tiere aus Privathaushalten, anderen Tiereinrichtungen oder vom Zirkus.
Zwei Lamas im Familienglück?
Keine Freunde der hohen Temperaturen sind Lamas. Zwei davon wohnen ebenfalls auf der Heinersdorfer Anlage. In ihrer Heimat, den Anden in Südamerika, sind sie etwas kühlere Temperaturen gewohnt. Die beiden Südamerikaner werden dafür von ihren Pflegern regelmäßig geduscht. Abkühlung finden die genügsamen Vierbeiner auch an der Tränke, in feuchten Mulden im Boden oder im Stall. „Sie trinken mehr als sonst“, sagt Anne Franke, die seit 2011 als Gemeindearbeiterin in ganz Steinhöfel tätig ist.

Aus den zwei Lamas im Heimattiergarten in Heinersdorf könnten bald drei werden. Sie haben zwar dickes Fell, aber Nachwuchs ist aktuell nicht ausgeschlossen.
Susanne HübscherDas Lama-Fell können sie nicht einfach so ablegen - geschoren wird es auch nicht. Das bedeutet für die Tiere, sich ein dünnes Fell zuzulegen. Trotzdem sehen die Vierbeiner etwas pummeliger aus. Zudem wirkt die Lama-Dame noch etwas fülliger. „Ich glaube, sie ist trächtig“, hofft Franke. Vielleicht gesellt sich nach etwa einem Jahr Tragzeit ein kleines Lama-Baby zu den Paarhufern und in die tierische Runde der Parkbewohner.
Futterspenden für den Tierpark sind gern gesehen
Der Tierpark ist für Besucher kostenlos und jederzeit zugänglich. Bänke laden zum Verweilen und Tierebeobachten ein. Bei einem heimischen Spaziergang bringen Bürger regelmäßig Futterspenden wie trockenes Brot, Äpfel, Karotten und Kartoffelschalen. Diese können in einer eigens dafür gebauten Holzkiste mit Deckel am Eingang deponiert werden. Das Füttern der Tiere direkt durch den Zaun der Gehege ist dagegen verboten, um die Tiere nicht krank zu machen.

