Tierquälerei in Beeskow
: Vernachlässigte Tiere gefunden, so geht es ihnen jetzt

Anfang 2026 gab es in Beeskow einen Fall von Tierquälerei. Die geretteten Tiere kamen ins Tierheim Fürstenwalde. Wie geht es ihnen jetzt?
Von
Marcel Gäding
Beeskow/ Fürstenwalde
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Kanichen Frederick wurde zusammen mit etlichen weiteren Tieren verwahrlost in Beeskow gefunden. Im Tierheim Fürstenwalde wartet er jetzt auf ein neues Zuhause.

Kaninchen Frederick wurde zusammen mit etlichen weiteren Tieren verwahrlost in Beeskow gefunden. Im Tierheim Fürstenwalde wartet er jetzt auf ein neues Zuhause.

Marcel Gäding
  • Anfang 2026 wurden in Beeskow zahlreiche vernachlässigte Tiere entdeckt.
  • Kadaver von Hund, Ente und zwei Hühnern gefunden; Ursache unklar.
  • Hühner, ein Kanarienvogel und vier Kaninchen kamen ins Tierheim Fürstenwalde.
  • Hühner und Kanarienvogel sind gesund und vermittelt; Kaninchen suchen Zuhause.
  • Kaninchen (3 Männchen, 1 Weibchen) groß, unkastriert; Freigehege erforderlich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Bild, das sich Tierschützern zu Beginn 2026 bot, war schrecklich und wirkte auch verstörend. Auf einem privaten Grundstück in Beeskow entdeckten die Aktivisten zahlreiche vernachlässigte Tiere, abgemagert und teils sehr ungepflegt. Und nicht nur das: Auf dem Areal fand man auch Kadaver eines Hundes, einer Ente und von zwei Hühnern. Unklar ist, ob sie erfroren oder verhungert sind.

Mitarbeiter des Veterinäramts des Landkreises Oder-Spree schritten nach Bekanntwerden ein, brachten die noch lebenden Tiere in Sicherheit. Die Hühner, ein Kanarienvogel und vier Kaninchen kamen ins Tierheim nach Fürstenwalde. Gegen die Halter wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Im Tierheim Fürstenwalde erholten sich die geretteten Tiere in den vergangenen Wochen von der Qual. So sollen die ausgehungerten Hühner anfangs mächtig viel gefressen haben, berichtete Tierheimleiterin Christine Matzke nach der Aufnahme der in Not geratenen Tiere zum Jahresbeginn.

Die Hühner sind inzwischen wieder fit. Und auch der Kanarienvogel, der aus einer Voliere heraus wochenlang für Pfeifkonzerte im Tierheim an der Berkenbrücker Chaussee sorgte, ist bei bester Gesundheit. Nachdem nun alle amtlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die Tiere vom Veterinäramt zur Vermittlung freigegeben werden konnten, fanden zumindest die Hühner und der Kanarienvogel ein neues Zuhause.

Kaninchen Lola überlebte die Tierqual in Beeskow ebenfalls. Auch für das Weibchen sucht man im Tierheim Fürstenwalde nach einem neuen Zuhause.

Kaninchen Lola überlebte die Tierqual in Beeskow ebenfalls. Auch für das Weibchen sucht man im Tierheim Fürstenwalde nach einem neuen Zuhause.

Marcel Gäding

Anders ist das mit den stattlichen Stallkaninchen, die ebenfalls in Beeskow gerettet wurden. Noch immer suchen ihre Betreuer eine neue, dauerhafte Bleibe für ihre Schützlinge. „Sie sind in einem guten Zustand“, berichtet Tierpflegerin Aimée Krüger. Das Problem: Die drei Männchen und das eine Weibchen sind nicht für die Haltung in einer Wohnung gedacht.

Kannichen brauchen am besten ein Freigehege

Jedes Tier dürfte zwischen drei bis vier Kilogramm auf die Waage bringen, schätzt Tierpflegerin Sabrina Nippe. „Ein Zuhause mit einem Freigehege wäre für sie ideal“, wünscht sie sich.

Die zutraulichen Kaninchen Stormy, Lola, Frederick und Matteo sind so stattlich, dass sie viel Platz benötigen. Sie befinden sich in guter, körperlicher Verfassung. Weil es aber immer wieder zu Rangeleien kommt, ist unklar, inwiefern sich die vier Nager auch mit Artgenossen vergesellschaften lassen.

Das Alter der unkastrierten Tiere wird auf zwei bis vier Jahre geschätzt. „Gut genährt sind sie alle“, sagt Sabrina Nippe. Bislang schlugen jedoch Vermittlungsversuche fehl, „obwohl wir bereits Interessenten hatten“. Wer den Kaninchen eine dauerhafte Bleibe geben möchte, sollte sie draußen in einem gesicherten Auslauf halten können.

Tierheim Fürstenwalde

Im Tierheim Fürstenwalde suchen viele Hunde und Katzen dringend ein neues Zuhause.

Geöffnet ist Mo. 11–12 Uhr sowie Fr./Sa. 17–18 Uhr.

Adresse: Berkenbrücker Chaussee 10, 15517 Fürstenwalde

Telefon: 03361 2862, E-Mail: kommunikationszentrum@matzkeundpartner.de

Die Arbeit des Tierheims wird mit Spenden finanziert.

Spendenkonto: IBAN: DE97 1705 5050 1000 3686 68