Tourismus in Fürstenwalde: Mit dem Leuchtturmpass Geschichte entdecken

Guido Strohfeldt vom Museum Fürstenwalde mit dem neuen Leuchtturmpass.
Christoph MannBis ins Jahr 1954 wurden in Fürstenwalde Leuchttürme und andere Seezeichen gebaut. Zuerst von der Firma Pintsch und später vom VEB Gaselan. Eine Dauerausstellung im Museum der Stadt erinnert daran und, für alle gut sichtbar, der Leuchtturm vor dem Museum. Die "Dicke Bertha", wie sie von den Seefahrern genannt wurde, markierte die Nordansteuerung von Stralsund. Der Industriepionier Julius Pintsch einwickelte ein Verfahren, das es ermöglichte, auf rauer See zuverlässig Licht zu erzeugen. Seine mit Fettgas betriebenen Bojen und Tonnen waren bald auf allen Weltmeere zu finden, zum Beispiel gab es im Suezkanal 105 Pintschbojen, die dafür sorgten, dass Schiffe ihn auch nachts passieren konnten.
Diese Geschichte ist der Grund, warum Fürstenwalde Mitglied im Förderverein Europäische Leuchtturm-Route ist. Dieser Förderverein hat jetzt einen Leuchtturmpass herausgebracht, der für zwei Euro auch im Fürstenwalder Museum erhältlich ist und für Fürstenwalde-Fans und Leuchtturmliebhaber gleichermaßen interessant sein dürfte. Wer den Pass hat, kann sich an jedem der neun dort aufgeführten Leuchttürme einen Stempel abholen. Den ersten bekommt man schon in Fürstenwalde.

Und zack, wird abgestempelt. Den ersten Stempel können sich Leuchtturmfans im Fürstenwalder Museum abholen.
Christoph MannDie anderen Leuchttürme befinden sich an der Nord- und Ostseeküste. Zum Beispiel in Warnemünde oder am Kap Arkona. Die allermeisten von ihnen sind mit Technik aus Fürstenwalde ausgestattet. Guido Strohfeldt, der Leiter des Fürstenwalder Museums, hat einen weiteren Tipp für Fürstenwalder, die am Meer Urlaub machen. Vor vielen Gaststätten und Hotels stehen ausgemusterte Seezeichen zur Dekoration. Oft befinden sich an diesen noch Plaketten, die auf ihre Herkunft aus Fürstenwalde hinweisen. Wer Lust hat, kann diese fotografieren und an das Museum senden. Dort werden solche Fotos zur Dokumentation der Fürstenwalder Industriegeschichte aufbewahrt.


