Die Mitglieder des SPD-Ortsvereines Zehdenick favorisieren die Hohen Neuendorferin Ariane Fäscher als Direktkandidatin  für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis 58. „Das ist nur ein Stimmungsbild und keine Festlegung, bis zum 14. November kann ja noch viel passieren“, sagte SPD-Ortsvereinschef Manfred Rißmann nach der Abstimmung hinter verschlossenen Türen.

Delegierte entscheiden am 14. November

Erst am 14. November entscheiden die rund 120 Delegierten aus Oberhavel und dem Havelland darüber, welchen Bewerber sie ins Rennen um das Direktmandat schicken werden.

Wahlkreis fest in den Händen der CDU

Seit zwei Legislaturperioden ist der Wahlkreis fest in den Händen von Uwe Feiler (CDU), der schon im Sommer erneut aufgestellt wurde. Für die Linke geht die parteilose Anke Domscheit-Berg ins Rennen.
Neben Ariane Fäscher hatten sich am Montag noch Ria Cybill Geyer sowie Finn Kuhne (beide Havelland) den Fragen der Parteibasis gestellt. Der vierte Kandidat, Steffen Hischmann aus Birkenwerder, war der Veranstaltung ferngeblieben, weil er coronabedingt soziale Kontakte meiden soll, ließ er ausrichten.

Auch Finn Kuhne hätte eine Chance

Der Polizeibeamtin Ria Cybill Geyer, die die erste transsexuelle Bundestagsabgeordnete werden will, gaben die Zehdenicker Sozialdemokraten keine Chance. Da schon mehr dem 23-jährigen Finn Kuhne, der bei der Abstimmung auf Platz zwei landete. Der Falkenseer Stadtverordnete ist gelernter Tischler und Jura-Student in Bayreuth. Er würde sein Studium ruhen lassen, sollten ihm die Delegierten in Oranienburg das Vertrauen schenken, kündigte er in Zehdenick an.