Zur neuen Strategie gegen das Coronavirus gehören seit dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern vom 3. März Tests, Tests, Tests. Einmal pro Woche soll dabei allen Bürgern – ohne Krankheitssymptomen – ein kostenloser Schnelltest pro Woche ermöglicht werden. Soweit die Theorie. „Doch es sind noch viele Fragen offen wie das alles vor Ort funktionieren soll“, sagt am 9. März Löwenbergs Bürgermeister Bernd-Christian Schneck (SPD). Der Landkreis hat schnell reagiert und ein erstes kommunales Testzentrum in Lehnitz eröffnet, ein zweites in Gransee ist in Planung (wir berichteten).

Gemeinde stellt die Räume

Auch das Löwenberger Lang hat reagiert. „Die ersten Tests sind über die Apotheke bestellt und müssten bald eintreffen“, sagt Bürgermeister Schneck. Aktuell sucht der Bürgermeister in seinen Kommunen „nach Fachpersonal“, so Schneck. Denn für die Schnelltests sei geschultes Personal notwendig. „Die Räume für die Schnelltests können wir dann organisieren“, sagt Schneck.
Gleichzeitig setzt die Gemeinde zudem auf Selbsttests, die es frei zu kaufen gibt. Mit den kostenlosen Schnelltests will die Gemeinde vor allem das Personal in den Kita, der Verwaltung und dem Bauhof „mehr Sicherheit geben“, so Schneck. „Die Ergebnisse werden dokumentiert.“ Wie das einheitlich funktionieren soll, sei noch unklar. Ein einheitliches Zeugnis über das Testergebnis sei auf Bundesebene in Arbeit, heißt es dazu aus dem Landkreis.

Glienicke

Viele offene Fragen

Offen sei auch noch die Frage, wie lange hat so ein Schnelltest Gültigkeit? Stunden, ein Tag, länger? Auch sei unklar, ob bereits geimpfte Personen, auch einen Schnelltest machen müssen? Doch schon bevor alle Antworten auf dem Tisch liegen, will die Gemeinde Löwenberger Land mit den Tests anfangen, die ersten 300 Testkits sind bestellt. Das liegt auch im Sinne der Landkreisverwaltung, die am Montag dazu aufgerufen hatte, ein breites Netz von Teststellen einzurichten.

Landkreis setzt auf breites Netz

So sollten alle Apotheken, Arzt- und Zahnarztpraxen, die kostenfreie Schnelltest anbieten, sich beim Landkreis melden und registrieren lassen können. Sie werden dann als Teststelle auf der Homepage des Landkreises gelistet. Dafür ist eine E-Mail an verwaltungsstab@oberhavel.de notwendig. Eine Liste der Teststellen wird unter www.oberhavel.de/corona veröffentlicht und sukzessive ergänzt.
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