Rückblick
: Neubauten, Abschiede und Unglücke – das war 2021 im Löwenberger Land los

Zwei Menschen, eine Mutter und ihr erwachsener Sohn, sterben am 30. Oktober bei einem Unfall am unbeschrankten Bahnübergang in Grieben. Doch es gab 2021 auch gute Momente im Löwenberger Land.
Von
Burkhard Keeve
Löwenberg
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  • Im Sommer wird der 100. Geburtstag des TSG Grüneberg Fortuna 21 etwas nachgeholt. Hier wird die DFB Ehrenplakette von Michael Reichert (Vorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim) an Andy Schmidt (Vereinschef) überreicht, links Bürgermeister Bernd-Christian Schneck, der früher hier auch kickte.

    Im Sommer wird der 100. Geburtstag des TSG Grüneberg Fortuna 21 etwas nachgeholt. Hier wird die DFB Ehrenplakette von Michael Reichert (Vorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim) an Andy Schmidt (Vereinschef) überreicht, links Bürgermeister Bernd-Christian Schneck, der früher hier auch kickte.

    Burkhard Keeve
  • Abschied und Geburtstag von (Opa) Willi Seifert in Grieben.

    Abschied und Geburtstag von (Opa) Willi Seifert in Grieben.

    Burkhard Keeve
  • Die erste Mannschaft der TSG Grüneberg von vor 100 Jahren.

    Die erste Mannschaft der TSG Grüneberg von vor 100 Jahren.

    privat
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Januar: Einen wirklich runden Geburtstag feiert die TSG Fortuna 21 Grüneberg – leider ohne richtige Party. 100 Jahre nach der Gründung wird virtuell auf das Jubiläum am 21. Januar angestoßen.

22 Jahre lang war Willi Seifert der Hausmeister der Kita Regenbogen in Grieben. Am 24. Januar wird er in den Ruhestand verabschiedet, an seinem 80. Geburtstag.

Petition für häufigeren Halt des RE5

Februar: Im November startete die Unterschriftensammlung für einen Halt im Ein-Stundentakt des RE5 im Bahnhof Neulöwenberg. Im Februar hat Initiator Ina Kreutzmann 1000 Unterschriften zusammen. Wegen Corona werden sie erst im Mai dem Potsdamer Infrastrukturministerium überreicht.

Ina Kreutzmann und die Unterschriftenliste.

Burkhard Keeve

Ende März wird im Löwenberger Bürgerhaus das erste Schnelltestzentrum eröffnet und gut angenommen.

Die Bundeswehr führte im Löwenberger Bürgerhaus die Schnelltests durch.

Burkhard Keeve

April: Eine lange Geschichte hat auch der Bau einer Schrankenanlage für den Bahnübergang Neuhäsen. Der Bau klappt schnell, ist schon im Dezember 2020 fertig, doch es sollte Monate dauern, bis er zunächst im Februar wieder passierbar war. Problem: Es gab keinen Strom für die Anlage. Erst Mitte April funktionierte alles.

Monatelang war der Bahnübergang Neuhäsen gesperrt, erst ein halbes Jahr später war der neue Übergang funktionstüchtig.

Burkhard Keeve

Im Juni geht es bunt in Falkenthal zu. Kinder bemalen alte Fahrräder. Die farbenfrohen Vehikel werden sichtbar platziert und dienen später als Mahnung sowie Protest für einen Radwegebau an den Bundesstraßen 109 und 167.

Kita Falkenthal: Kinder malen Fahrräder an, die später an der B 167 stehen, um für einen Radweg zu demonstrieren.

Burkhard Keeve

Ganz anders sieht es zwischen Löwenberg und Hoppenrade aus. Hier entsteht im Juli ein neuer Radweg und die Straße wird auch gemacht. Allerdings wird sie für die Baumaßnahmen wochenlang gesperrt.

Baustart für die neue Straße nach Hoppenrade war in Löwenberg.

Burkhard Keeve

Weil Grüneberg auch bei jungen Familien beliebt ist, wächst die Gemeinde – und die Kita wächst mit: Nach den Sommerferien im August können die Kinder endlich in dem eingeschossigen, barrierefreien Neubau betreut werden. 1,9 Millionen Euro wurden investiert und mehr als 20 neue Kitaplätze sind entstanden. Neben zwei Gruppenräume ist ein Speiseraum als Multifunktionsraum für Hort und Kita entstanden, in dem 40 Kinder gleichzeitig ihr warmes Mittagessen zu sich nehmen können. Im April 2020 hatten die Bauarbeiten begonnen.

Bürgermeister Bernd-Christian Schneck überreicht Kita-Leiterin Antje Brückmann einen symbolischen Schlüssel für die neue Kita Pusteblume.

Burkhard Keeve

Zwei Menschen, eine Mutter und ihr erwachsener Sohn aus Oberhavel, sterben am 30. Oktober bei einem Unfall am unbeschrankten Bahnübergang in Grieben. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Opfer, die in einem Kleintransporter unterwegs waren, den Zug weder gesehen noch gehört haben. Erst nach 100 Metern kam der RB 54 nach dem Zusammenstoß zum Stehen. Die beiden Insassen in dem Fahrzeug hatten keine Chance. Zugreisende wurden nicht verletzt.

Das Auto wurde bei dem Zusammenstoß völlig zerstört.

Philipp Neumann/dpa