Die S-Bahn Berlin stellt auf der Linie S25 am letzten Oktoberwochenende den Verkehr zwischen Tegel und Bornholmer Straße vollständig ein. Die Vollsperrung beginnt am Freitag (28. Oktober) gegen 22 Uhr und dauert bis Montag (Reformationstag) gegen 1.30 Uhr. Begründet wird die Sperrung mit Arbeiten an Brücken in Tegel und am Eichborndamm. Zwischen Hennigsdorf und Tegel gibt es einen Pendelverkehr mit der S-Bahn.
Allerdings gibt es auch dabei etwas zu beachten: Die S-Bahn-Linie S25 fährt von Tegel nach Hennigsdorf 6 bis 7 Minuten später als im Fahrplan angegeben ab, im Nachtverkehr auf Sonnabend sowie auf Sonntag sind es 16 Minuten.
Von Hennigsdorf aus beschränken sich die späteren Abfahrtzeiten auf die Nächte zu Sonnabend und Sonntag und betragen zum regulären Fahrplan zehn Minuten.
Der angebotene Ersatzverkehr mit Bussen ist – wie Fahrgäste immer wieder feststellen müssen – äußerst unattraktiv. Die Busse fahren nur alle 20 Minuten, nach Mitternacht sogar nur alle halbe Stunde, und brauchen für die Strecke deutlich länger.

Ein letztes Mal die U-Bahnlinie U6 als Alternative

Für manchen dürfte es dabei sinnvoller sein, statt auf den Schienenersatzverkehr auf die ab Alt-Tegel verkehrende U-Bahn U6 zu setzen. Und das sollte genutzt werden – denn in den nächsten zweieinhalb Jahren wird diese Alternative wegfallen. Die BVG bestätigte dieser Tage, dass ab 7. November mit der Sanierung dieser U-Bahn-Linie begonnen wird.
Unter Vollsperrung werden die Berliner Verkehrsbetriebe ab diesem Tag für veranschlagte 90 Millionen Euro die gesamte, 65 Jahre alte Strecke zwischen den U-Bahnhöfen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz erneuern. Dazu gehören rund 2300 Meter Dammstrecke, 6500 Meter Gleise, acht Weichen, acht Brückenbauwerke und eine Vielzahl an Technik für Medien und Zugsicherung. Darüber hinaus wird ab März 2023 auch die U-Bahnbrücke über der Seidelstraße abgerissen und neu gebaut. Dabei dürfte es auch zu Verkehrsbehinderungen auf der Stadtautobahn kommen.

Separate Busspuren sollen SEV schneller werden lassen

Die BVG verspricht, während der Bauzeit barrierefreie Busse in dichtem Takt zwischen den Bahnhöfen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel verkehren zu lassen. Weiter heißt es in einer Pressemitteilung der BVG, dass zwischen Eichborndamm und Alt Tegel in beiden Richtungen Sonderfahrstreifen für Busse eingerichtet werden, damit diese schneller vorankommen. Mit deutlich längeren Fahrzeiten müssen die Fahrgäste dennoch rechnen - und das bis ins Frühjahr 2025 hinein.