Angriff in S46 bei Grünau
: 19-Jähriger tritt Fahrgästen in der S-Bahn ins Gesicht

In der S46 zwischen Berlin-Adlershof und Grünau wurden laut Bundespolizei zwei Männer zusammengeschlagen. Wie es zu dem Angriff auf die Fahrgäste kam.
Von
Maria Häußler
Grünau
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S-Bahn in Eichwalde: Auf der Linie der S46 kommt es in Richtung Berlin zu Ausfällen.

S-Bahn in Grünau: Der 19-Jährige Angreifer gab an, unter Drogeneinfluss zu stehen. Was geschah in der S46?

Christian Heinig

Ersatzverkehr, Verspätungen und Ausfälle. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zehrt an den Nerven. Viele Pendler in Berlin und Umgebung nutzen aber auch lieber das Auto, weil sie aggressiven Fahrgästen aus dem Weg gehen wollen. Dass diese Angst nicht ganz unbegründet ist zeigt ein Fall, der sich laut Bundespolizei zwischen den Haltestellen Grünau und Adlershof ereignet haben soll.

Am 29. April 2026 gegen 7 Uhr morgens bat ein 19-Jähriger laut der Pressemitteilung der Bundespolizei einen anderen Fahrgast, ihm seine Brille zu geben. Da der 44-Jährige dies verneinte, soll sich der Heranwachsende an einer Metallstange festgehalten und dem Mann mehrfach mit
Schwung mit dem Fuß gegen den Kopf getreten haben. Dabei soll er seine Brille beschädigt haben.

Der 44-Jährige konnte sich laut Pressemitteilung aus der Situation entfernen. Danach soll der 19-Jährige einen weiteren Fahrgast mit Fußtritten und Faustschlägen gegen das Gesicht attackiert
haben. „Als beide Personen zu Boden gingen, soll der 19-Jährige den 32-Jährigen in die Beinschere genommen haben, bis es dem 32-Jährigen gelang, sich zu befreien.“ Die Polizei nahm den 19-Jährigen am Bahnhof Grünau vorläufig fest und befragte Zeugen.

Angriff in der S46 bei Grünau: 19-Jähriger in Untersuchungshaft

Ein Ermittlungsverfahren wurde laut der Pressemitteilung eingeleitet und ein Bluttest gemacht, da der Heranwachsende angab, unter Drogeneinfluss zu stehen. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an und ließ ihn in die Jugendstrafanstalt überstellen.

Zu den Verletzungen der beiden Fahrgäste kann eine Sprecherin der Bundespolizei am Telefon keine weiteren Angaben machen, ein Rettungswagen sei aber nicht im Einsatz gewesen.