Bäckerei in Königs Wusterhausen: Sechs „Wahl“-Filialen nach Insolvenz gefährdet

Eine Filiale der Bäckerei Wahl. Was mit den Verkaufsstellen in Königs Wusterhausen passiert, ist noch unklar.
Katharina Schmidt- Bäckerei Wahl meldete Insolvenz in Eigenverwaltung an – über 50 Filialen in Berlin/Brandenburg.
- In Königs Wusterhausen betreibt Wahl sechs von insgesamt 14 Bäcker-Filialen.
- Laut Unternehmensanwalt sind dort aktuell alle Standorte geöffnet, Schließungen werden geprüft.
- Unrentable Filialen sollen möglichst verkauft werden, bevor sie schließen müssen.
- Eine Filiale im Netto am Darwinbogen ist auf Google Maps „vorübergehend geschlossen“ markiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bäckereikette Wahl ist in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Unternehmen mit Sitz in Bestensee plant, mehrere Filialen zu schließen. Wie die Märkische Oderzeitung zuerst berichtete, hatte das Unternehmen vergangene Woche Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.
Derzeit betreibt Wahl über 50 Bäckereien in Brandenburg und Berlin. Davon allein sechs in Königs Wusterhausen und den Ortsteilen. Für die Stadt, in der insgesamt 14 Bäcker-Filialen ansässig sind, bedeutet die Insolvenz der Kette einen möglichen Versorgungsengpass in der Zukunft.
Bislang ist aber noch unklar, ob und welche der Standorte von Wahl geschlossen werden könnten. Auf Nachfrage erklärte der Berliner Rechtsanwalt Jörg Franzke, der das Unternehmen vertritt, dass nach seinem Kenntnisstand derzeit noch alle Filialen in Königs Wusterhausen geöffnet seien. Und man gehe davon aus, dass dies so bleibt.
Schließungen in Königs Wusterhausen werden geprüft
„Sollte sich wider Erwarten im Rahmen der Prüfung ergeben, dass eine oder mehrere Filialen unrentabel sind und deshalb geschlossen werden müssen, werden wir zunächst versuchen, diese zu veräußern, damit ein Käufer die jeweilige Filiale fortführen kann“, sagt Jörg Franzke. Bereits jetzt ist eine der Wahl-Bäckereien im Stadtgebiet, im Netto am Darwinbogen, auf Google Maps als „vorübergehend geschlossen“ markiert. In Zukunft könnten weitere Filialen betroffen sein.
Die Feinbäckerei Heider aus Niederlehme, die drei ihrer insgesamt elf Bäckereien in Königs Wusterhausen betreibt, will auf Nachfrage noch keine konkrete Übernahme bestätigen. Man gehe davon aus, dass zunächst die weniger attraktiven Wahl-Filialen geschlossen werden. „Wir selbst gehen sehr selektiv bei der Standortwahl vor und konzentrieren uns vor allem auf unsere direkte Umgebung, um kurze Lieferwege zu haben und unseren Kunden und Kundinnen die bestmögliche Frische unserer Backwaren zu bieten“, sagt Mitinhaber Oliver Heider.
Man selbst werde im kommenden Jahr eine neue Filiale im Rewe-Markt in Zeesen eröffnen, die aktuell noch gebaut werde. „Durch die Neueröffnung haben wir unsere Produktionskapazität aber fast ausgeschöpft“, so Oliver Heider.
Schicksal der Bäcker-Filialen in KW noch nicht entschieden
Bei der Bäckerei Wahl habe laut Anwalt Jörg Franzke die Prüfung der Standorte gerade erst begonnen. Ein Bäckerei- und Unternehmensexperte aus Leipzig wurde für die Auswertung engagiert. „Er rechnet derzeit jede der Filialen einzeln durch. Anschließend haben wir mehr Klarheit“, erklärt der Rechtsanwalt.
Von Branchenvertretern heißt es, dass das Bäckerhandwerk insgesamt derzeit unter großem Kostendruck steht. Auch die günstigen Backwaren aus Supermärkten und Discountern machen den Bäckern zu schaffen.

