Bahnhofstraße Königs Wusterhausen
: Neues Pflaster wird teurer als geplant

Die Baustelle in der Bahnhofstraße Königs Wusterhausen dauert länger. Und sie wird teurer, unter anderem wegen der Entsorgung belasteter Böden.
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Die Marktstände in der Bahnhofstraße müssen derzeit auf den Gehsteig ausweichen.

Die Marktstände in der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen müssen derzeit auf den Gehsteig ausweichen.

Maria Häußler

Auf die Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen kommt ein neues Pflaster. Fahrräder, Rollstühle und Gehhilfen sollen so besser vorankommen. Das kostet die Stadt etwa 1,2 Millionen Euro. Wegen extremer Witterungsbedingungen verzögerten sich die Arbeiten und es wird teurer als geplant. Der erste Bauabschnitt der Bahnhofstraße sollte eigentlich Anfang Juli fertig sein, also vor der Höfenacht. Wegen ungünstiger Witterungsbedingungen konnten die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt dann erst Anfang September beginnen.

In einer öffentlich einsehbaren Informationsvorlage der Stadt ist der Stand der Kostenverfolgung aufgeführt. Dort stehen zwei Nachträge: 34.000 Euro für zusätzliche Beton- und Erdarbeiten und 94.000 Euro für die Entsorgung von belastetem Boden und zusätzliche Sicherungsarbeiten aufgrund der Höfenacht.

Stadtsprecherin Katrin Kunipatz erklärt zu dem belasteten Boden, dass die Belastung im Vorfeld nicht erkennbar gewesen sei. „Im Bereich Fußgängerampel musste unter dem Pflaster eine massive Betonschicht ausgebaut werden, bevor der grundhafte Neuaufbau der Straße beginnen konnte“, teilt sie auf Anfrage mit. Auch das habe zur Verzögerung beigetragen. „Die genaue Höhe der zusätzlichen Kosten lässt sich erst beziffern, wenn die Endabrechnung erfolgt ist.“

Dauern die Bauarbeiten in der Bahnhofstraße bis nächstes Jahr?

Wann der zweite Abschnitt genau fertig ist, gibt die Stadt ebenfalls nicht an. Geplant sei, sie in diesem Jahr abzuschließen. „Ziel ist es, die Pflasterarbeiten in diesem Jahr so weit wie möglich zu beenden, um Einschränkungen für Fußgänger und den Fahrzeugverkehr in den Wintermonaten zu minimieren“, steht in einer Pressemitteilung vom 23. Juli.

Anders als geplant wurde ein Teil des dritten Bauabschnitts in den zweiten Bauabschnitt integriert. Die Absperrung reicht jetzt vom Brunnenplatz bis zur Friedrich-Engels-Straße und weiter zur Maxim-Gorki-Straße. Dieser letzte Abschnitt war ursprünglich als dritter Abschnitt geplant.

„Die Kreuzung Bahnhofstraße/Friedrich-Engels-Straße bleibt vorerst frei, damit die Gewerbetreibenden weiterhin die Hinterhöfe erreichen können“, heißt es in einer Pressemitteilung Ende August. Der letzte und kleinste Abschnitt der Bahnhofstraße zwischen den Hausnummern 9 und 10 bzw. 21 und 20 wird demnach erst im Jahr 2027 saniert.