Diebstahl in Königs Wusterhausen: Fahrräder weg – so erwischte die Polizei die Diebe

Ein aufgebrochenes Fahrradschloss am Bahnhof Königs Wusterhausen. Für den Diebstahl benutzten die Täter schweres Gerät.
Till Eichenauer- Zwei Fahrräder wurden nachts am Bahnhof Königs Wusterhausen gestohlen.
- Die Täter nutzten eine Akku-Flex, deren Funkenflug Zeugen alarmierte.
- Polizei stellte die Diebe später auf gestohlenen Rädern in der Nähe.
- Der Fahrradabstellbereich ist nicht videoüberwacht, nur beleuchtet.
- Geplantes Fahrradparkhaus verzögert sich trotz bereitgestellter Fördermittel.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Königs Wusterhausen machen sich mitten in der Nacht zwei Diebe an den Fahrrädern am Bahnhofsvorplatz zu schaffen. Am Mittwochmorgen (25. Juni) gegen 2 Uhr in der Früh sägen sie mit einer Akku-Flex an Schlössern an den Fahrradständern an der Storkower Straße.
Was sie nicht bedachten: Ein Trennschleifer sorgt für ordentlich Funkenflug, der in der Nacht gut sichtbar ist. Zwei Berufspendler, die zufällig vor Ort waren, werden darauf aufmerksam, wie die Polizei auf Nachfrage berichtet. Sie rufen die Beamten.
„Die Kollegen sind nach ein paar Minuten da gewesen, aber da waren die Fahrrad-Diebe schon weg“, so der Sprecher. Aber die Polizei nimmt die Verfolgung auf und kann die beiden mutmaßlichen Täter kurz darauf einige Hundert Meter weiter in der Gerichtsstraße stellen. Dort sind sie auf den kurz zuvor gestohlenen Rädern unterwegs.
Diebe in Königs Wusterhausen mit Trennschleifer erwischt
Bei der Durchsuchung findet die Polizei-Streife Einbruchswerkzeuge verschiedenster Art, darunter auch den Trennschleifer und ein durchschnittenes Schloss. Die Männer wurden daraufhin mit auf die Wache genommen und weitere Untersuchungen eingeleitet.

Fahrräder auf der Westseite des Bahnhofs Königs Wusterhausen. Hier stehen die Räder zwar unter Dach, sind aber auch nicht besonders gegen Diebstahl gesichert.
Till EichenauerAuf eine Anfrage an die Bahn, ob die Fahrräder am Bahnhof in Königs Wusterhausen durch Kameras überwacht werden, verweist ein Sprecher auf die Stadt, der die Anlagen gehören. Die Sprecherin der Stadt KW, Katrin Kunipatz, teilt wiederum mit, dass der Fahrradabstellbereich nicht videoüberwacht werde. Die einzige Videoüberwachung sei die der Deutschen Bahn, die nur auf deren Anlagen gerichtet ist.
Weiter sagt die Sprecherin: „Der Abstellbereich wird nachts mit Deckenspots beleuchtet, sodass es dort nicht komplett finster ist und jeder sein Fahrrad findet. Die Treppen auf beiden Seiten sind ebenfalls erhellt.“
Während im benachbarten Eichwalde derzeit 300 Stellplätze direkt am Bahnhof in einem gesicherten Fahrradparkplatz entstehen, kommt ein ähnliches Projekt in Königs Wusterhausen seit Jahren nicht voran. Die Pläne für das zweistöckige Parkhaus – direkt neben dem Bahnhofs-Vorplatz, an der nun die Diebe zuschlugen – liegen auf Eis. Die Fördermittel wurden bereits 2018 bewilligt, aber es konnte bislang kein Unternehmen gefunden werden, dass die Anlage bauen will.

