Einbruch in Königs Wusterhausen: Diebe versuchen zweimal in Keller einzusteigen

Das Bild einer Überwachungskamera zeigt drei mutmaßliche Einbrecher kurz vor der Tat in Zeesen, Königs Wusterhausen.
Lars Ohnesorge- Zwei Einbruchsversuche in Zeesen, Königs Wusterhausen, innerhalb weniger Wochen.
- Täter scheiterten beide Male an der stabilen Kellertür, wurden jedoch gefilmt.
- Polizei erhielt Videoaufnahmen, Verdacht auf vorheriges Ausspähen des Hauses.
- Einbruchsversuche belasten den Hausbesitzer psychisch, Sicherheitsmaßnahmen erhöht.
- Rückgang der Einbrüche: 2024 gab es 63 Fälle, 2023 waren es 73.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Ich gehe davon aus, dass die Häuser in der Nachbarschaft beobachtet werden“, sagt Lars Ohnesorge aus Zeesen, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen. Zweimal innerhalb weniger Wochen haben Diebe versucht, in sein Haus einzubrechen. Jedes Mal direkt nachdem er sein Grundstück verlassen hat: „Ich glaube, es ist kein Zufall, dass man mal kurz weg ist und sie dann loslegen.“
Das erste Mal kamen die Diebe am Mittag. Laut Ohnesorge haben sie nicht die Haustür ins Visier genommen, die von der angrenzenden Karl-Liebknecht-Straße gut einsehbar ist. Die Kriminellen versuchten, die Kellertür hinter dem Haus aufzuhebeln – scheiterten aber.
„Komischerweise haben die Täter dann beim Gehen die Rückfahrkamera am Auto einer Freundin abgeschlagen. Vermutlich hatten sie Angst, dass sie gefilmt wurden“, erzählt der Zeesener.
Überwachungskamera in Königs Wusterhausen filmt mutmaßliche Diebe
Nach dem ersten Einbruchsversuch installierte Lars Ohnesorge dann eine richtige Überwachungskamera und tauschte die beschädigte Kellertür gegen eine stabilere aus. Beide Maßnahmen sollten sich als richtig erweisen. Denn am Montagabend (15. September) gegen 20.40 Uhr waren wieder Einbrecher an seiner Kellertür. Auch dieses Mal war der Eigentümer nur kurz von zu Hause fort.
„Die waren zu dritt. Ich gehe davon aus, dass sie sind auf Bargeld aus waren. Oder alles, was man so wegtragen kann, vielleicht mein Werkzeug“, sagt Ohnesorge. Wieder versuchen sie es über die Kellertür. Erst, als er später zurückkommt, bemerkt er dort die Spuren an der Tür. Diesmal schlägt der Bewegungsmelder der Überwachungskamera an, sodass er ein Bild der Täter aufgenommen wird.
Aufnahmen mit Videos vom Einbruch an die Polizei übergeben
Er ruft die Polizei, die eine halbe Stunde später bei ihm eintrifft und übergibt den Beamten eine CD mit den Videoaufnahmen. Sascha Erler von der Polizeidirektion Süd bestätigt den Einsatz in Zeesen und erklärt, dass solche Aufnahmen für die Ermittlungen hilfreich sein können: „Kameraaufnahmen helfen uns, weil wir im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von den Tätern bekommen. Zum Teil können die Kolleginnen und Kollegen dann bekannte Täter wiedererkennen.“
Die Vermutung von Lars Ohnesorge, dass die Einbrecher sein Haus zuvor beobachtet haben, hält der Polizist für möglich: „Es kommt oft vor, dass die Diebe vor der Tat die Objekte ausspähen“, so Erler. Schützen könne man sich, indem man etwa Lichter installiert, die automatisch an- und ausgehen oder den Briefkasten im Urlaub regelmäßig leeren lässt. „Eine gute Nachbarschaft ist immer der Schlüssel zum Glück. Wenn aufmerksam geschaut wird und merkwürdige Bewegungen um das Haus auffallen, ist das der beste Schutz“, so Erler.
Einbruchsversuche belasten die Psyche der Betroffenen
Das Licht mit Bewegungsmelder und die aufmerksamen Nachbarn haben im Fall von Lars Ohnesorge die Einbrecher nicht abgeschreckt. Er muss sich jetzt in kurzer Zeit die zweite Kellertür besorgen. Der materielle Schaden sei aber nicht seine größte Sorge: „Ich bin innerlich wirklich unruhig. Also die Nacht nach dem Einbruchversuch habe ich nicht wirklich viel geschlafen, weil man bei jedem Geräusch sofort aufschreckt. Das ist ein sehr unschönes Gefühl, das belastend auf jeden Fall.“ Froh ist Ohnesorge nur, dass die Einbrecher es nicht ins Haus geschafft haben.
Die Einbrüche in Königs Wusterhausen sind laut Polizei im letzten Jahr leicht zurückgegangen: Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser registrierte die Polizei im Jahr 2024 63, im Jahr 2023 73. Davon entfielen im Jahr 2024 11 und im Jahr 2023 22 auf Einbrüche am Tag.


