Fahrradweg nach Berlin
: In Eichwalde wird wieder Kopfsteinpflaster gefräst

Eichwalde bekommt ein neues Stück Radweg. Damit soll auch die Verbindung von Berlin bis nach Königs Wusterhausen besser werden.
Von
Till Eichenauer
Eichwalde
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Eine Lücke im Fahrradweg in Eichwalde soll geschlossen werden. Das Kopfsteinpflaster wird abgeschliffen.

Eine Lücke im Fahrradweg in Eichwalde soll geschlossen werden. Das Kopfsteinpflaster wird abgeschliffen.

Till Eichenauer
  • In Eichwalde wird Kopfsteinpflaster im Grünauer Weg abgeschliffen – Radweg wird befahrbar.
  • Der Abschnitt ist etwa 350 Meter lang und schließt eine Lücke Richtung Berliner Südosten.
  • Treptow-Köpenick unterstützt: Ziel ist alltagstaugliche Mobilität über die Grenze hinweg.
  • Am Adlergestell entsteht eine Querungshilfe, um die gefährliche Bundesstraße sicher zu kreuzen.
  • Pilot auf „Am Graben“ lief erfolgreich, Anwohnende reagierten positiv und andere Gemeinden zeigten Interesse.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Kopfsteinpflaster im Grünauer Weg steht teilweise mehrere Zentimeter aus dem Boden heraus. Die Buckelpiste ist für Radfahrer praktisch nicht befahrbar, obwohl die Verlängerung der Straße eine wichtige Rad-Verbindung in den Berliner Südosten ist. Dort entlang kommt man parallel zur S-Bahn-Trasse durch den Wald bis nach Grünau.

Das soll sich laut Eichwaldes Bürgermeister Jörg Jenoch bald ändern: „Das Kopfsteinpflaster im Grünauer Weg wird bald abgeschliffen.“ Bei der Methode bleibt das historische Pflaster bestehen, wird jedoch mit einer großen Maschine plan gefräst und somit besser befahrbar.

Auch wenn es sich dabei nur um einen Abschnitt von etwa 350 Metern handelt, hält Jenoch das Vorhaben für wichtig: „Wir wollen aktuell nicht die großen, neuen Radwege bauen, die viel Geld kosten, sondern kleine Maßnahmen umsetzen – die aber ganz viel bringen. Und das ist eine davon.“

Eichwalde und Bezirk Treptow-Köpenick arbeiten zusammen

Da der Weg am Ortsschild Eichwalde beginnt, gehört er bereits zum Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Dr. Claudia Leistner, will mit dem neuen Stück Radweg „ein konkretes Angebot für eine nachhaltige und alltagstaugliche Mobilität über die Bezirks- und Landesgrenze hinweg“ machen.

Eine Lücke im Fahrradweg in Eichwalde soll geschlossen werden. Das Kopfsteinpflaster wird abgeschliffen.

Der Grünauer Weg befindet sich direkt an der Landesgrenze von Brandenb und der Ortsgrenze von Eichwalde.

Till Eichenauer

Zudem wird laut Eichwaldes Bürgermeister Jenoch weiter nördlich am Adlergestell, wo der Radweg auf die Bundesstraße trifft, eine Querungshilfe, also eine kleine Verkehrsinsel, entstehen: „Ich glaube, das ist wirklich ein Gewinn für die Radler, weil man sich nicht über diese viel befahrene Straße, das Adlergestell, traut.“

Mit den Maßnahmen würde Eichwalde, aber auch die anderen Gemeinden entlang der S-Bahn-Trasse, wie Zeuthen, Wildau und Königs Wusterhausen, besser an den Südosten von Berlin angeschlossen, so Jenoch. Und auch der interkommunale Radweg westlich der Bahn entlang der Gemeinden komme voran: „Wir können das eben nicht mit einer großen Maßnahme machen, sondern wir machen das Schritt für Schritt.“ Eichwalde hatte im vergangenen Jahr ein neues Fahrradparkhaus mit 300 Stellplätzen eröffnet.

Dass auch das Abschleifen der Pflastersteine gelingen kann und zu einem angenehmen Erlebnis für Rad- und Autofahrer gleichermaßen wird, hat Eichwalde bereits gezeigt. In einem Pilotprojekt wurde im Juni auf der Straße Am Graben, das Kopfsteinpflaster abgefräst. Die Resonanz der Anwohner war positiv und viele andere Gemeinden zeigten Interesse an der Technik.