Königspark in Königs Wusterhausen: 2500 neue Wohnungen, startet der Bau schon 2026?

Im Norden von Königs Wusterhausen soll ein großes Wohn- und Gewerbegebiet entstehen – nur unweit der Autobahn und des A10 Center Wildau. Bürger werden in den Planungsprozess vom Königspark mit eingebunden.
Drees & Sommer SE/obs/dpa- Im Königspark in Königs Wusterhausen sind rund 2.500 neue Wohnungen geplant.
- Das Projekt soll eine „15-Minuten-Stadt“ mit Kita, Schule, Parks und Einkaufsmöglichkeiten werden.
- Der Bebauungsplan soll bis Juni 2026 fertig sein, der eigentliche Bau beginnt frühestens danach.
- Eine Feuerwache könnte ab 2026 entstehen, zuvor sind öffentliche Beteiligungen geplant.
- Nachhaltigkeit im Fokus: begrünte Dächer und Regenwassermanagement sind Teil des Konzepts.
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Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Berlin und Brandenburg bleibt weiterhin eine der größten Herausforderungen für die Kommunen. Gerade in Königs Wusterhausen, gelegen im Windschatten des Flughafen BER und nur unweit der Tesla-Fabrik in Grünheide, ist die Nachfrage nach Wohnungen hoch, während das Angebot knapp ist.
Die Stadtverwaltung und der Investmentberater Periskop Development planen deshalb im Quartier „Königspark“ rund 2.500 neue Wohnungen. Bei einer Einwohnerbefragung sprach sich eine Mehrheit für ein gemischt genutztes Wohn- und Gewerbegebiet des Areals aus, das nur unweit der Autobahn A10 liegt. Infrastruktur und Parks werden in das Konzept integriert.
Das Projekt befinde sich aktuell noch in einer frühen Planungsphase, heißt es in einer Pressemitteilung des Beratungsunternehmens Drees & Sommer, das Periskop Development unterstützt. In den kommenden Wochen wollen die Projektpartner Städtebau, Freiraumgestaltung, Verkehrsplanung und technische Infrastruktur zusammenführen. Bis Ende Juni 2026 soll das weitere Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden – dies markiert den offiziellen Startschuss für die Bauvorbereitungen.
„Wir planen, bis dahin alle Grundlagen zu schaffen, um in das Verfahren einzusteigen“, sagt Max Vogel von Drees & Sommer. Erst danach können konkrete Bauanträge gestellt und Baumaßnahmen vorbereitet werden.
Bau vom Königspark in Königs Wusterhausen erst nach 2026
Bis zum eigentlichen Baubeginn wird es laut Stadtverwaltung auf jeden Fall noch über ein Jahr dauern. „Im nächsten Jahr startet der Bau der Wohnungen auf gar keinen Fall“, sagt Sprecherin Katrin Kunipatz am Telefon. Zunächst müsse das Bebauungsplan-Änderungsverfahren abgeschlossen werden. Es gebe bereits einen Bauplan für ein Gewerbegebiet, dieser werde nun entsprechend geändert. „Wenn diese Änderung beschlossen ist, dann ist klar, wie dort bebaut werden kann“, sagt Kunipatz. „Vorher dreht sich da kein Bagger.“
Ein zentrales Anliegen der Projektentwickler ist die Beteiligung der Öffentlichkeit. Auch das braucht Zeit. „Im Rahmen der öffentlichen Beteiligung werden die Träger öffentlicher Belange, aber auch die Anwohner gefragt. Da es im Vorfeld schon strittige Punkte gegeben hat, kann man das einfach nicht sagen“, sagt KW's Stadtsprecherin Kunipatz. Ob dieser Prozess im Juni 2026 bereits abgeschlossen sei, könne sie deshalb nicht sagen.
Die Visionen für den Königspark in Königs Wusterhausen
Das rund 56 Hektar große Areal „Königspark“ soll sich am Leitbild der sogenannten 15-Minuten-Stadt orientieren: Alle Wege des täglichen Bedarfs – von der Kita über Einkaufsmöglichkeiten bis zur medizinischen Versorgung – sollen für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner in maximal 15 Minuten erreichbar sein. Neben den geplanten Wohnungen sind eine Kita, eine Schule, Einkaufsmöglichkeiten, eine Feuerwache sowie rund 100.000 Quadratmeter Park- und Grünflächen vorgesehen. Der Bau der Feuerwache könnte bereits 2026 starten, heißt es.
Das Konzept setzt auf Nachhaltigkeit: begrünte Dächer und wasserdurchlässige Beläge sollen ein dezentrales Regenwassermanagement ermöglichen. „So können wir das Niederschlagswasser flexibel steuern und in die Gestaltung des Quartiers integrieren“, erklärt Bauberater Max Vogel.
Ein anderes Wohnungsbauprojekt ganz in der Nähe des Königsparks ist bald fertig: Im April 2026 sollen die Mieter in die Wohnungen am benachbarten Darwinbogen einziehen können.

