Kriminalität in Königs Wusterhausen: Weniger Straftaten, außer in einem Bereich

Die Polizeidirektion Süd ist auch für Königs Wusterhausen zuständig. Wie kriminell ging es hier 2025 zu?
Michael Helbig- Königs Wusterhausen verzeichnete 2025 weniger Straftaten, die Aufklärungsrate stieg leicht.
- Es gab 2.173 Fälle nach 2.397 im Jahr 2024 – Rohheitsdelikte und Sachbeschädigung sanken.
- Einzig der KfZ-Bereich legte zu: mehr Diebstähle aus Autos, mehr Diebstähle und Schäden an KfZ.
- Kriminalitätsschwerpunkt war die Kernstadt, gefolgt von Zeesen und Niederlehme.
- Im Speckgürtel gingen die Fälle ebenfalls zurück, schwere Delikte nahmen dort nicht zu.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Brandenburg für 2025 liegt seit Montag dieser Woche (23.3.) vor. Darin gibt es eine gesonderte Auswertung für „die Gemeinden des engeren Verflechtungsraums Berlin-Brandenburg (eVR)“, sprich für den Berliner Speckgürtel. Zudem hat die Polizeidirektion Süd auf Nachfrage die Zahlen für Königs Wusterhausen herausgegeben. Wie kriminell ging es 2025 in der Stadt zu und wie steht sie im Vergleich mit anderen Kommunen im Berliner Speckgürtel da?
Die gute Nachricht vorweg: In Königs Wusterhausen ist die Anzahl der Straftaten gesunken. Und zwar von 2397 Fällen im Jahr 2024 auf 2173 im Jahr 2025. Dabei ist die Aufklärungsrate von 50,1 auf 50,7 Prozent leicht gestiegen. Das teilt Polizeisprecher Sascha Erler mit.
Weniger Straftaten in Königs Wusterhausen
Im Gegensatz zur Entwicklung in ganz Brandenburg, die weniger, dafür aber schwerere Delikte verzeichnet, sei in Königs Wusterhausen fast der gesamte Komplex der Straftaten zurückgegangen. Rohheitsdelikte (Körperverletzung/Raub) etwa sind von 430 auf 371 Fälle gesunken, Sachbeschädigung von 326 auf 299 Taten.
Einzig im „KfZ-Bereich“ gibt es einen Zuwachs. So wurden 2025 mehr Diebstähle aus Kraftfahrzeugen als noch im Vorjahr registriert (101 im Jahr 2024, 142 im Jahr 2025). Zudem wurden zwei Autos mehr als noch 2024 gestohlen, nämlich 39, und mehr Autos (54 statt vorher 51) wurden beschädigt.
Kriminalitätsschwerpunkt ist Erler zufolge die Kernstadt mit 1363 von 2.173 Fällen, gefolgt von Zeesen (190) und Niederlehme (121). Die „Schlusslichter“ bilden Diepensee, Uckley und Kablow-Ziegelei mit jeweils acht und die Senziger Siedlung Waldesruh mit vier Fällen.
Auch der Berliner Speckgürtel insgesamt weniger kriminell
Auch im gesamten Speckgürtel sind die Straftaten zurückgegangen: von 76.043 Fällen im Jahr 2024 auf 74.814 Fälle im Jahr 2025. Und das, obwohl die Bevölkerung steigt. Damit setzt sich der Trend sinkender Kriminalität im Speckgürtel, der seit 15 Jahren verzeichnet wird, fort.
Werden ausländerrechtliche Verstöße aus der Statistik herausgerechnet, ist die Kriminalität hier im Vergleich zu 2011 sogar um 20,8 Prozent zurückgegangen. Ausländerrechtliche Verstöße sind Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU.
Beachten muss man dabei, dass in die Statistik des eVR auch die registrierten Straftaten des Flughafens BER einbezogen werden, wo ausländerrechtliche Delikte 73,6 Prozent aller Fälle ausmachen. Im Vergleich zu 2024 sind diese am BER gestiegen: von 5.575 im Jahr 2024 auf 6.762 im Jahr 2025.
Im Jahr 2025 wurde insgesamt 44,9 % der Gesamtkriminalität des Landes Brandenburg im Berliner Speckgürtel eVR registriert. Dennoch lag die Häufigkeitszahl, die Anzahl von Straftaten auf 100.000 Einwohner, mit 2,8 Prozent im Jahre 2025 unterhalb des Landesdurchschnitts. 2011 lag sie hier noch bei 4,5 Prozent und war damit höher als der Landesdurchschnitt.
Keine schweren Straftaten im Speckgürtel
Der Brandenburg weite Trend, dass es 2025 zwar weniger, dafür aber mehr schwerere Straftaten, wie schwere und gefährliche Körperverletzungen, sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen gab, lässt sich für den Speckgürtel nicht feststellen. Ja, es gab insgesamt weniger Straftaten, doch den höchsten Anteil an der Kriminalität in den Gemeinden des eVR hatten in den letzten beiden Jahren Diebstahlsdelikte, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Betrug.
Im Speckgürtel haben besonders zugenommen: ausländerrechtliche Verstöße, Wohnungseinbrüche, Sachbeschädigung, Diebstahl, Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens, Verstöße gegen das Konsumcannabisgesetz und Delikte im Bereich Verbreitung/Erwerb/Besitz und Herstellung kinderpornografischer Inhalte.
Diebstähle im „Bereich KfZ“ sind im Gegensatz zu Königs Wusterhausen im gesamten Speckgürtel zurückgegangen.



