Netzhoppers Königs Wusterhausen
: Volleyball-Fans befürchten Umzug nach Potsdam

Die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen brauchen dringend eine neue Heimspielstätte. Tragen die Bundesliga-Volleyballer ihre Spiele bald woanders aus?
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Die Fans der Netzhoppers Königs Wusterhausen machen sich Sorgen: Womöglich müssen sie zu Heimspielen bald weit anreisen. Wie stehen die Chancen für eine neue Halle in KW?

Die Fans der Netzhoppers in der Paul-Dinter-Halle in Königs Wusterhausen machen sich Sorgen: Womöglich müssen sie zu Heimspielen der Volleyball-Bundesliga bald weit anreisen. Wie stehen die Chancen für eine neue Halle in KW?

Anika Kreschel
  • Netzhoppers suchen neue Heimspielstätte, da Ausnahme für Paul-Dinter-Halle bald endet.
  • Halle in Königs Wusterhausen ist zu flach, hat zu wenig Plätze und keine Multimedia-Anzeige.
  • Stadt führt Gespräche, kann aber ligataugliche Kapazitäten nicht finanzieren – Renovierung unsicher.
  • Spiele in Potsdam wurden getestet, 2100 und 1700 Fans kamen; Option bleibt in Prüfung.
  • Fans fürchten lange Wege und weniger Ehrenamtseinsatz, Sponsoren sitzen vor allem in KW.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit ihren sportlichen Erfolgen hat die Volleyballmannschaft Netzhoppers Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) überregional bekannt gemacht. Nach ihrem Aufstieg in die 1. Bundesliga 2006 spielten sie allerdings nur knapp ein Jahr in Königs Wusterhausen. Wegen neuer Hallenanforderungen trugen sie ihre Heimspiele bis 2023 in Bestensee aus. Nach der Rückkehr in die Heimatstadt suchen die Netzhoppers wieder nach einer neuen Heimspielstätte: Die aktuelle Ausnahmegenehmigung für die Paul-Dinter-Halle läuft demnächst aus.

„Sie ist zu flach, hat zu wenig Zuschauerplätze und keine multimediale Anzeigetafel“, erklärt Dirk Westphal, der Geschäftsführer der Netzhoppers, am Telefon. „Uns läuft aktuell die Zeit weg.“ Eine Renovierung der Halle sei zwar geplant, wie Stadtsprecherin Katrin Kunipatz erklärt, allerdings würde sie den Voraussetzungen für die Bundesliga dann immer noch nicht gerecht.

Vonseiten der Stadt heißt es zudem, man sei auf die sportliche Leistung der Netzhoppers stolz. Zum Wunsch der Mannschaft, ligataugliche Hallenkapazitäten zu bekommen, hätten bereits konstruktive Gespräche stattgefunden. Dieser Wunsch sei aber nicht erfüllbar. „Die nötigen finanziellen Mittel sind nicht vorhanden“, teilt Kunipatz mit. Auch die Mittel für die Renovierung seien noch unsicher.

Warum die Halle in Königs Wusterhausen nicht mehr genügt

Die Volleyball-Bundesliga setzte mit dem „Aufstiegsprogramm 2.0“ 2023 die Lizenzanforderungen herab, um mehr Mannschaften den Weg in die 1. Bundesliga zu erleichtern. Auch die Hallenanforderungen wurden zeitweise gelockert. Diese Frist läuft kommende Saison aus.

Ebenfalls 2023 hatten die Netzhoppers einen Insolvenzantrag gestellt. „In der Post-Corona-Zeit schwächelten viele Vereine finanziell“, erklärt Dirk Westphal. „In dem Zeitraum hatte die Volleyball-Bundesliga angefangen, die harten Kriterien auszusetzen. In dem Zuge war es für uns möglich, nach Königs Wusterhausen und in die Paul-Dinter-Halle zurückzukehren.“

Die Netzhoppers tragen derzeit ihre Spiele noch in der Paul-Dinter-Halle in Königs Wusterhausen aus. Die ist allerdings zu klein für die Anforderungen der Bundesliga und die Ausnahmegenehmigung läuft bald ab.

Die Netzhoppers tragen derzeit ihre Spiele noch in der Paul-Dinter-Halle in Königs Wusterhausen aus. Die ist allerdings zu klein für die Anforderungen der Volleyball-Bundesliga und die Ausnahmegenehmigung läuft bald ab.

Anika Kreschel

Bereits im letzten Jahr haben die Netzhoppers zwei Spiele in Potsdam ausgetragen. „Auch um der Volleyball-Bundesliga zu zeigen, dass wir bemüht sind, etwas an der Hallensituation zu ändern, und bereit sind, die Kosten für eine Eventhalle auf uns zu nehmen“, erklärt Dirk Westphal. 2100 und 1700 Zuschauer seien zu den beiden Spielen gekommen. In die Paul-Dinter-Halle passen dagegen höchstens 1050 Zuschauer.

Die Fans sind besorgt, gerade auch wegen der besagten Spiele in Potsdam, erzählt Jenny Wersinger, die sich beim Vorstand des Fan-Vereins „Netzinos“ engagiert: „Für uns sind die Netzhoppers ein KWer Verein, sie gehören hierher. Es ist natürlich auch ein deutlich weiterer Weg nach Potsdam.“

Wersinger sagt, sie gehöre zur Auf- und Abbaucrew, die die Halle für den Spieltag vorbereitet und auch wieder aufräumt. „Der Weg wäre mit der ehrenamtlichen Arbeit wahrscheinlich nicht mehr vereinbar. Aber wir würden natürlich versuchen, den Verein trotzdem weiter zu unterstützen.“ Bestensee sei im Gegensatz zu Potsdam noch im Umkreis gewesen.

Westphal bestätigt, dass der Verein die Möglichkeit einer Heimspielstätte in Potsdam durchaus prüfe. „Es ist natürlich besonders schwer für einen Verein, der nicht aus der Stadt Potsdam kommt, die entsprechenden Hallenzeiten und Spiele zu bekommen“, sagt er. Außerdem komme ein Großteil der Sponsoren aus Königs Wusterhausen. Für diese sei die Austragung der Heimspiele in Potsdam weniger attraktiv. „Aber wir müssen das mittelfristig umsetzen, wenn in der Stadt KW nichts passiert“, sagt Westphal. „Ob in Potsdam oder anderswo.“