Notfall am Flughafen BER
: Wieder Sicherheitslandung – Zufall oder Häufung?

Wieder hat ein Flugzeug am BER Probleme gehabt. In den vergangenen Monaten kam es am Flughafen bereits zu einer Reihe Not- und Sicherheitslandungen. Eine zufällige Häufung?
Von
Till Eichenauer
Schönefeld
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Ein Löschfahrzeug der Werksfeuerwehr am BER. Wenn ein Flugzeug in Not gerät, werden oft auch die umliegenden Feuerwehren zum Flughafen gerufen.

Ein Löschfahrzeug der Werksfeuerwehr am BER. Wenn ein Flugzeug in Not gerät, werden oft auch die umliegenden Feuerwehren zum Flughafen gerufen.

Soeren Stache/dpa
  • Sicherheitslandung am BER: AJET-Flug aus Ankara meldete Hydraulikproblem an Landeklappen.
  • Flughafen-Feuerwehr und umliegende Wehren alarmiert, Eingreifen war nicht nötig.
  • Mehrere Sicherheits- und Notlandungen am BER 2023, darunter Technikprobleme und Vogelschlag.
  • Unterschied: Sicherheitslandung = Vorsichtsmaßnahme, Notlandung = akute Gefahr.
  • Flughafensprecher: Sicherheitslandungen sind Routine, keine auffällige Häufung festgestellt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Sonntagabend (20.7.) ist es am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) in Schönefeld erneut zu einer Sicherheitslandung gekommen. Ein Flugzeug aus Ankara der Airline AJET, einer Billigfluggesellschaft der Turkish Airlines, meldete während des Landeanflugs auf den BER ein technisches Problem.

Laut Dennis Dobrowolski, Pressesprecher des Flughafens, wurde die Flughafen-Feuerwehr um 18.16 Uhr alarmiert und rückte – wie in solchen Fällen üblich – sofort aus. „Die Maschine machte erst einen Überflug, bevor sie im zweiten Anlauf sicher auf der Landebahn aufsetzte.“ Auch Feuerwehren aus dem Umland wurden vorsorglich hinzugezogen. Ein Eingreifen der Rettungskräfte war allerdings nicht erforderlich. Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Passagiere oder Crew, so der Sprecher.

Am Flughafen BER kam es in diesem Jahr bereits zu einer Reihe von Sicherheitslandungen beziehungsweise Notlandungen. Zufall? Oder eine gefährliche Häufung?

Mehrere Not- und Sicherheitslandungen am Flughafen BER

Los ging es am 30. März. Hier musste eine Swiss-Air-Maschine wegen Problemen mit den Bremsen eine Sicherheitslandung am BER unternehmen. Nur einen Tag später war dann eine Finn-Air-Maschine betroffen. Sie musste wegen eines Feueralarms an Bord notlanden.

Am 24. April folgte zunächst eine außerplanmäßige Zwischenlandung am BER: Ein Linienflug von Helsinki nach Zürich musste halt machen, weil ein betrunkener Passagier an Bord randalierte. Am 2. Juli erlitt dann ein Easy-Jet-Flugzeug einen Triebwerkschaden durch Vogelschlag beim Start vom BER und musste für eine Notlandung umdrehen.

Der Unterschied zwischen Sicherheitslandung und Notlandungen

  • Eine Sicherheitslandung ist eine Landung, die ein Pilot vorsorglich durchführt, weil ein technisches Problem, eine Warnanzeige oder eine andere ungewöhnliche Situation vorliegt. Dabei besteht aber keine unmittelbare Gefahr für Passagiere oder Besatzung.
  • Eine Notlandung ist eine Landung, die ein Pilot in einer akuten Gefahrensituation durchführen muss, zum Beispiel bei einem Triebwerksausfall, Feuer an Bord oder wenn die Sicherheit der Insassen unmittelbar bedroht ist. Sie kann auf einem Flughafen, aber auch außerhalb – etwa auf einem Feld – erfolgen.

Laut Flughafensprecher Dennis Dobrowolski gehören Fälle wie diese zum Alltag im Flugbetrieb: „Sicherheitslandungen gehören zu den Standardverfahren an Flughäfen und kommen ungefähr ein- bis zweimal im Monat vor. Eine Häufung können wir nicht bestätigen.“

Laut einem Bericht der BZ war das Problem des AJET-Flugzeugs am Wochenende ein Hydraulikproblem an den Landeklappen des Flugzeugs. Auch wenn bei der Landung alles gut ging, wurden ein sogenannter „Luftnot-Groß“-Alarm ausgelöst. Mehrere Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden rückten aus, darunter die Retter aus Niederlehme, Bestensee, Ragow, Schulzendorf, Bestensee, Zernsdorf, Schulzendorf, Zeesen, Friedersdorf, Eichwalde und Mittenwalde.

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