Bahn in Königs Wusterhausen: DB erhöht die Ticketpreise, so reagieren Pendler darauf

Der Ersatzbus nach Grünau hält am Bahnhof in Königs Wusterhausen. Manche der Wartenden haben eine überraschende Meinung zu den Fahrpreisen.
Maria Häußler- VBB erhöht ab 1. Januar 2027 die Ticketpreise im Schnitt um 3,72 Prozent.
- Begründung: höhere Kosten durch Inflation sowie Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur.
- Berlin AB bleibt bei 4 Euro – ABC steigt auf 5,20 Euro, Kurzstrecke auf 2,90 Euro.
- Vier-Fahrten-Karten kosten künftig 13,30 Euro; AB in Cottbus und Frankfurt bleibt bei 2,70 Euro.
- Deutschlandticket soll auf etwa 66,40 Euro steigen – Preis hängt von Verkaufszahlen ab.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ab 1. Januar 2027 erhöht der VBB (Verkehrsbund Berlin-Brandenburg) erneut die Ticketpreise um durchschnittlich 3,72 Prozent. Grund sind laut Pressemitteilung die hohen Kosten, insbesondere durch die Inflationsrate und die Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur. Das Einzelticket in Berlin AB soll weiterhin 4 Euro kosten, während die Preise für den Bereich ABC, für vier-Fahrten-Karten und die Kurzstrecke steigen.
Eine Fahrt im Bereich ABC steigt um 20 Cent auf 5,20 Euro. Der Preis für die Kurzstrecke erhöht sich um 10 Cent auf 2,90 Euro. Vier-Fahrten-Karten steigen von 12,40 Euro auf 13,30 Euro. Die Einzelfahrausweise AB in Cottbus und Frankfurt bleiben dagegen bei 2,70 Euro.
„Wenn das hier extra teuer wird im Vergleich zu Berlin, das finde ich ganz schlecht“, sagt die 83-jährige Helga Ritter-Militz. „Gerade auf dem Lande ist es schon so schwierig, in die Stadt zu kommen.“ Ritter-Militz erzählt, dass sie in Senzig wohnt, von dort aus zum Bahnhof Königs Wusterhausen fährt und dann in die S-Bahn oder die Regionalbahn steigt, um nach Berlin zu kommen.
Auch der Preis für das Deutschlandticket soll steigen
Am Busbahnhof sitzen John und Rafael und unterhalten sich. Auf die Fahrpreise ab Januar angesprochen, ruft Rafael: „Das ist doch immer so. Jedes Jahr! Weil ja die Preise so steigen“, äfft er die Argumentation nach. „Frechheit!“ Wer günstig fahren möchte, holt sich ein Deutschlandticket, meint er. John wirft ein, dass die Preise dort auch weiter steigen.
Tatsächlich soll auch das Deutschlandticket im Januar teurer werden. Dabei greift erstmals ein neues Verfahren zur Preisberechnung. Es soll von 63 Euro auf etwa 66,40 Euro steigen. Der neue Preis soll sich zum einen aus den gestiegenen Kosten, aber auch einem Wertfaktor zusammensetzen, der die Kompensationszahlungen durch die Zahl der verkauften Tickets teilt: Das heißt, je mehr Menschen ein Deutschlandticket haben, desto günstiger wird es.
An diesem Wochenende, vom 25. bis zum 27. September, fahren weder Züge, noch S‑Bahnen Richtung Berlin. Die Menschen am Bahnhof Königs Wusterhausen warten deshalb auf Ersatzbusse, die vor dem Bahnhof halten. Zwei Frauen unterhalten sich darüber, wie, wann und wo welche Busse abfahren. Auf die steigenden Preise angesprochen ruft die ältere von beiden: „Ach du liebe Güte!“, dann kommt ihr Bus und sie muss einsteigen.
„Es ist schon verständlich, wenn man sich die Spritpreise anschaut. Das Personal will ja auch Geld haben“, sagt die jüngere der beiden, die aus Berlin kommt und hier nur zu Besuch ist. „Ich würde auch gern weniger ausgeben, aber es ist mir wichtig, dass die Leute gut verdienen.“ Ihren Namen möchte sie nicht nennen.
Ein 28-jähriger Mann, der von Königs Wusterhausen nach Lübben pendelt, erklärt, dass er mit seinem Deutschlandticket zufrieden sei. Trotzdem kritisiert er den Preisanstieg. „Die Firmen brauchen Geld, aber die Menschen auch“, sagt er. „Der Lebensunterhalt wird teurer.“

