Angriff in Neuruppin: Rassistischer Anschlag auf Familie – Staatsschutz ermittelt

Ein Anschlag in Neuruppin ruft die Polizei auf den Plan: Ein Unbekannter hat die Kinderzimmerscheibe einer armenischen Familie eingeworfen. (Symbolbild)
Marijan Murat/dpa- Unbekannter wirft Scheibe der armenischen Familie in Neuruppin ein; Staatsschutz ermittelt.
- Vorfall ereignete sich am 15. Januar 2025; Täter schrie volksverhetzende Parolen.
- Tatort: Hermann-Matern-Straße; Metallgegenstand war eine Abdeckkappe eines Eisenpollers.
- Täter flüchtete und rief "Asylanten, verpisst euch!"; niemand verletzt, nur Sachschaden.
- Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Volksverhetzung, Täter droht Gefängnis- oder Geldstrafe.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Aus offensichtlich ausländerfeindlichen Motiven hat am Mittwochabend (15. Januar 2025) ein bisher Unbekannter in Neuruppin die Scheibe des Kinderzimmers einer armenischen Familie einwerfen wollen. Der Täter schrie der Familie noch volksverhetzende Parolen entgegen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 19.23 Uhr an der Hermann-Matern-Straße, wie Ingo Albrecht von der Polizeiinspektion Neuruppin mitteilte. Demnach habe der Täter einen faustgroßen Metallgegenstand auf die Wohnung der Armenier geworfen.
Anschlag auf Flüchtlinge in Neuruppin
„Bei dem Metallgegenstand handelte es sich um eine Abdeckkappe eines Eisenpollers, mit dem man Zufahrten begrenzt“, sagte Ingo Albrecht auf Nachfrage. Ein 28-jähriges Familienmitglied in der Wohnung konnte nach eigenen Angaben einen flüchtenden Jugendlichen wahrnehmen.
Dieser soll noch in der Bewegung geschrien haben: „Asylanten, verpisst euch!“ Bei dem Wohnhaus handelte es sich laut Polizei nicht um ein Flüchtlingsheim oder eine Flüchtlingswohngemeinschaft. „Der Täter muss gewusst haben, wer dort wohnt“, sagte Ingo Albrecht.
Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung
Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand. Die äußere Scheibe des doppelt verglasten Fensters ging zu Bruch. Der Metallgegenstand blieb auf dem Balkon der Wohnung liegen und wurde von der herbeigerufenen Polizei sichergestellt.
Die Polizei ermittelt jetzt wegen Sachbeschädigung und Volksverhetzung. „Der Staatsschutz wurde bereits eingeschaltet“, informierte Ingo Albrecht. Allein wegen Volksverhetzung drohen dem Täter eine mehrjährige Gefängnis- oder Geldstrafe. Der bewusst in Kauf genommene Schaden von Menschen wiegt laut dem Polizeisprecher besonders schwer.


