Autobahnausbau: Land soll breitere A24 einfordern

Seit Monaten schon Baustelle: Die A24 zwischen dem Dreieck Pankow und Neuruppin wird verbreitet.
Soeren Stache/dpaDer Landrat fordert vom Bund, dass die Autobahn vom Dreieck Pankow und bis zur Abfahrt Neuruppin sechs Fahrspuren bekommt – so wie im ursprünglichen Planfeststellungsverfahren vorgesehen. Weil der Bund aber ein sinkendes Verkehrsaufkommen prognostiziert, lässt dieser nur vier Spuren zuzüglich Standstreifen ausbauen, der bei Bedarf auch als Fahrspur genutzt werden kann. Die automatische Verkehrsführung soll laut Reinhardt bereits an der Anschlussstelle Fehrbellin enden. Nach der Einschätzung des Landrats ist der „Flaschenhals“ an dieser Stelle ein Fehler. Die Verkehrsführung und die verbreiterte Autobahn müsse mindestens bis zur Anschlussstelle Neuruppin führen, wo sie an die Bundesstraße 167 anschließt.
„Wir müssen da ein klares Nachsteuern einfordern“, so Reinhardt. Wie viele Jahre ins Land gehen können, bis Infrastrukturprojekte angefasst werden, zeige das Beispiel Prignitz-Express. „Deswegen müssen wir uns jetzt Gedanken machen und klare Forderungen in Richtung Bund senden“, betonte Reinhardt. Rein baulich sei das nach Informationen des Landrats kein Problem. Alle neuen Brücken seien so breit, dass darunter insgesamt auch sechs Fahrspuren Platz finden.