Autobahnausbau
: Land soll breitere A24 einfordern

Ostprignitz-Ruppins Landrat Ralf Reinhardt (SPD) erwartet von der Landesregierung, dass sie sich beim Bund für den sechsspurigen Ausbau der A24 bis Neuruppin einsetzt.
Von
Markus Kluge
Ostprignitz-Ruppin
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Seit Monaten schon Baustelle: Die A24 zwischen dem Dreieck Pankow und Neuruppin wird verbreitet.

Soeren Stache/dpa

Der Landrat fordert vom Bund, dass die Autobahn vom Dreieck Pankow und bis zur Abfahrt Neuruppin  sechs Fahrspuren bekommt – so wie im ursprünglichen Planfeststellungsverfahren vorgesehen. Weil der Bund aber ein sinkendes Verkehrsaufkommen prognostiziert, lässt dieser nur vier Spuren zuzüglich Standstreifen ausbauen, der bei Bedarf auch als Fahrspur genutzt werden kann. Die automatische Verkehrsführung soll laut Reinhardt bereits an der Anschlussstelle Fehrbellin enden. Nach der Einschätzung des Landrats ist der „Flaschenhals“ an dieser Stelle ein Fehler. Die Verkehrsführung und die verbreiterte Autobahn müsse mindestens bis zur Anschlussstelle Neuruppin führen, wo sie an die Bundesstraße 167 anschließt.

„Wir müssen da  ein klares Nachsteuern einfordern“, so Reinhardt. Wie viele Jahre ins Land gehen können, bis Infrastrukturprojekte angefasst werden, zeige das Beispiel Prignitz-Express. „Deswegen müssen wir uns jetzt Gedanken machen und klare Forderungen in Richtung Bund senden“, betonte Reinhardt. Rein baulich sei das nach Informationen des Landrats kein Problem. Alle neuen Brücken seien so breit, dass darunter insgesamt auch sechs Fahrspuren Platz finden.