Bundespräsident in Neuruppin: Steinmeier drei Tage in der Stadt – das ist geplant

Nicht zum ersten Mal besucht der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2. von links) Neuruppin. Zum Auftakt ins Fontane-Jahr 2019 war er mit seiner Frau Elke Büdenbender (Mitte) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke in der Fontanestadt. Jetzt verlegt Steinmeier drei Tage lang seinen Amtssitz nach Neuruppin.
Ralf Hirschberger | dpa- Bundespräsident Steinmeier besucht Neuruppin vom 1. bis 3. Juli.
- Amtssitz wird ins Hotel „Up Hus“ verlegt.
- Ziel: Austausch mit Bürgern und Einblick in lokale Themen.
- Programm: Drachenbootfahren, Open-Air-Lesung, Firmenbesichtigung.
- Besuch endet mit Ordensverleihung in der Kulturkirche.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Große Freude herrscht in Neuruppin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen Besuch angekündigt. Das Staatsoberhaupt verlegt seinen Amtssitz für drei Tage in die Fontanestadt. Dafür wurde das Hotel „Up Hus“ in der Siechenstraße ausgewählt.
Von dort aus führt Steinmeier vom 1. bis 3. Juli seine Amtsgeschäfte. Das gab am Freitag (13. Juni) das Bundespräsidialamt bekannt. „Ich finde das richtig gut“, sagt Marian Kemnitz, Chef vom Restaurant „Up Hus“.
Steinmeier im Drachenboot – das Programm in Neuruppin
Damit steigt das Staatsoberhaupt Deutschlands nicht im ersten Haus am Platz, im Resort Mark Brandenburg, ab – sondern ganz familiär in Neuruppins ältestem Haus. „Das freut uns ungemein“, sagt Marian Kemnitz. Etwas verhaltener, aber mit einem Lachen in der Stimme, reagiert Up Hus Hotel-Geschäftsführer Olaf Breitkreutz. „Ich darf keine Angaben machen.“ Ihm wurde Stillschweigen verordnet.

Ganz familiär geht es zu im Up Hus Neuruppin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlegt Anfang Juli seinen Amtssitz in die Fontanestadt.
Elisabeth VoigtRegelmäßig verlässt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Besuchsreihe „Ortszeit Deutschland“ seinen Berliner Amtssitz in Schloss Bellevue und reist in verschiedene Regionen. Zie ist es, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. „Er wählt dafür Orte, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel gestalten und nicht ständig im öffentlichen Fokus stehen“, wie das Bundespräsidialamt Berlin mitteilt.
Zum Auftakt seines Besuchs kommt der Bundespräsident beim Gang durch die Stadt mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch und trifft anschließend mit Bürgermeister Nico Ruhle (SPD) und den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung zu einem kommunalpolitischen Gespräch zusammen.
„Wir werden ein guter Gastgeber sein und freuen uns sehr auf diesen hohen Gast“, heißt es in einer Stellungnahme von Nico Ruhle. Und weiter: „Die Neuruppinerinnen und Neuruppiner wissen aus dem Fontanejahr 2019 noch sehr gut um seine sympathische, offene Art, mit der er den Menschen begegnet.“
Der Bundespräsident hat in den drei Tagen ein abwechslungsreiches Programm vor sich. Er besucht den Kanuverein Neuruppin und steigt in ein Drachenboot, um über den Ruppiner See zu paddeln. Wer den Takt vorgibt, ist unklar. Anschließend geht es ruhiger zu. Dann informiert sich Steinmeier bei einer Open-Air-Lesung mit Lisa Kränzler, die in diesem Jahr mit dem Fontane-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, über das kulturelle Angebot der Stadt. Zudem ist ein Besuch der Galerie für Gegenwartskunst „Kunstraum Neuruppin“ geplant.

Am 3. Juli besucht der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch das Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg. An der Medizinischen Hochschule Brandenburg trifft er Studierende zum Austausch.
Burkhard KeeveAuf dem Programm für den zweiten Tag (Mittwoch, 2. Juli) seht eine Besichtigung der Automationssysteme Leske GmbH. Diese entwickelt Anlagen für die Industrieproduktion in der Region, aber auch für bundesweite und internationale Kunden. An der „Kaffeetafel kontrovers“ diskutiert der Bundespräsident im „Mehrgenerationenhaus in der Krümelkiste“ mit Bürgerinnen und Bürgern über Entwicklungen und Zukunftsperspektiven in Neuruppin anlässlich von 35 Jahren Deutsche Einheit. Der Bundespräsident besucht darüber hinaus die Ortsgruppe Neuruppin des THW.
Der dritte Besuchstag beginnt für das Staatsoberhaupt beim Amtsgericht Neuruppin. Dort informiert sich der Bundespräsident in einem Fachgespräch über das Thema häusliche Gewalt und wie Frauen und Kinder besser davor geschützt werden können. Schließlich trifft sich Steinmeier im Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg und an der Medizinischen Hochschule Brandenburg trifft er Studierende zum Austausch.
Die „Ortszeit Neuruppin“ endet mit einer feierlichen Ordensverleihung in der Kulturkirche, bei der der Bundespräsident engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Brandenburg den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verleiht.
„Ortszeit Deutschland“
● Neuruppin in Brandenburg ist die 16. Station der „Ortszeit Deutschland“ und bereits die zweite in Brandenburg.
● Zuvor hat der Bundespräsident seinen Amtssitz bereits in diese Worte verlegt: Delitzsch in Sachsen, Stadtallendorf in Hessen, Nordhorn in Niedersachsen, Stendal in Sachsen-Anhalt, Weiden in Bayern, Espelkamp in Nordrhein-Westfalen, Meiningen in Thüringen, Eckernförde in Schleswig-Holstein, Senftenberg in Brandenburg, Völklingen im Saarland, Freiberg in Sachsen, Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern, Rottweil in Baden-Württemberg, Quedlinburg in Sachsen-Anhalt und Altenburg in Thüringen.
● Der Bundespräsident bringt – so heißt es aus dem Bundespräsidialamt – Zeit mit, ist ansprechbar und sucht spontane Begegnungen. Er möchte erfahren, was den Menschen Mut und Hoffnung gibt und was sie skeptisch gegenüber der Demokratie und ihren Institutionen macht.
● Steinmeier will Eindrücke davon gewinnen, was die Menschen vor Ort bewegt und sie motiviert, Verantwortung zu übernehmen, und was dies für politische Entscheidungsträger bedeuten kann. Bundespräsident Steinmeier zum Konzept seiner „Ortszeiten“ in den Regionen: Demokratie braucht Austausch, Austausch braucht Nähe, Nähe braucht Begegnung, und Begegnung braucht Zeit.

