Bundestagswahl 2025: AfD-Event sorgt für Aufruhr – Demo in Neuruppin geplant

Anfang des Jahres ging Neuruppin mehrfach für die Demokratie auf die Straße. Auslöser war das Bekanntwerden des „Geheimplans gegen Deutschland“, den rechte Politiker und Meinungsmacher in Potsdam besprochen und von Correctiv aufgedeckt worden war. Jetzt wird zu einer AfD-Gegenveranstaltung Ende Januar in Neuruppin eingeladen.
Burkhard Keeve- AfD plant Wahlkampfveranstaltung am 24. Januar in Neuruppin.
- Gegendemonstrationen von lokalen Initiativen geplant.
- Hintergrund: Enthüllungen des "Geheimplans gegen Deutschland" 2024.
- Erwartete Teilnehmer: AfD-Kandidat Götz Frömming, diverse Gegendemonstranten.
- Ziel der Gegendemonstrationen: Zeichen für Demokratie und Menschenrechte setzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für Ende Januar 2025 hat der Landesverband der AfD in Neuruppin eine Wahlkampfveranstaltung zur Bundestagswahl auf dem Schulplatz der Fontaneplatz angekündigt. Mehrere Gruppen und Initiativen aus Neuruppin haben zu einer Gegendemonstration aufgerufen.
Vor einem Jahr hatte das Investigativ-Netzwerk Correctiv Remigrations-Pläne von Rechtsextremen und AfD-Politikern aufgedeckt. Das sorgte Anfang 2024 für Massenproteste, auch in Neuruppin.
AfD-Wahlkampf in Neuruppin – Proteste werden erwartet
Der AfD-Bundestagskandidat Götz Frömming wird am Freitag, 24. Januar, um 17 Uhr auf dem Neuruppiner Schulplatz erwartet. Laut Polizeidirektion Nord hat die AfD auf dem Schulplatz eine Versammlung angemeldet, so Sprecherin Dörte Röhrs. Genauso sei eine Gegenveranstaltung für den 24. Januar „von einer Privatperson“ angemeldet worden. „Wir sind für den Schutz der Versammlung vor Ort“, teilte Röhrs mit.

Götz Frömming (AfD), hier ein Bild aus dem Bundestag, wird am 24. Januar zum Wahlkampf in Neuruppin erwartet. Dagegen formiert sich Widerstand.
Britta Pedersen/dpaFrömming war im Dezember 2024 zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 56 (Prignitz-Ostprignitz-Ruppin-Havelland I) gewählt worden. Der AfD-Bundestagsabgeordnete tritt im Wahlkampf zur Bundestagswahl unter anderem gegen Wiebke Papenbrock (SPD), Sebastian Steineke (CDU), Martin Wandrey (Grüne) sowie Daniel Irrgang (Linke) an.
Bündnis ruft zur Gegenveranstaltung auf
Zur Gegendemonstration rufen unter anderem das Aktionsbündnis Brandenburg, die Linksjugend Solid und das Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ auf. Das Bündnis will „angesichts der zunehmenden politischen Radikalisierung, die nicht nur Neuruppin, Brandenburg oder Deutschland, sondern die ganze Welt betrifft, ein klares Zeichen setzen: Für Menschenrechte, Demokratie und eine offene Gesellschaft“, wie es in einem Aufruf heißt.
Erst am Wochenende fand der AfD-Bundesparteitag in Riesa statt, der von Protesten begleitet wurde. „Es war toll, was in Riesa (Sachsen) auf die Beine gestellt wurde“, sagt Martin Osinski vom Bündnis „Neuruppin bleibt bunt“. Rund 10.000 Menschen hatten mit Aktionen in und rund um Riesa die Anreise der AfD-Delegierten gestört.

Martin Osinski ist Sprecher des Bündnisses „Neuruppin bleibt bunt“. Hier ein Bild aus dem Jahr 2022. Erneut ruft der Aktivist zur Beteiligung an einer Veranstaltung am 24. Januar um 16.30 Uhr auf dem Schulplatz in Neuruppin auf.
Holger RudolphDer Parteitag konnte erst knapp zwei Stunden später als geplant beginnen. „In Neuruppin gehe ich von einer friedvollen und fantasievollen Aktion aus“, sagt Osinski. Beginn ist um 16.30 Uhr auf dem Schulplatz. Der weitere Verlauf des Parteitags wurde nicht gestört. Alice Weidel wurde zur ersten Bundestagskandidatin der AfD gewählt.
Wohnprojekt „Mittendrin Neuruppin“ schließt sich Protesten an
Auch das Wohnprojekt „Mittendrin Neuruppin“ schließt sich am Freitag, 24. Januar, dem Protest auf dem Schulplatz an, „wo wir den Faschisten der AfD gegenüber stehen, und klare Kante zeigen. Gegen Rechtsextremismus und Faschismus - und für eine tolerante und demokratische Gesellschaft“, heißt es in dem Aufruf.
Mit dem Bekanntwerden des „Geheimplans gegen Deutschland“, den rechte Politiker und Meinungsmacher in Potsdam besprochen und von Correctiv aufgedeckt worden war, gingen Anfang 2024 bundesweit Hunderttausende Menschen auf die Straße. In Neuruppin wurde von Januar bis Mai insgesamt an fünf Sonntagen für die Demokratie demonstriert.


