Das Gesundheitsamt in Neuruppin vermeldete am Freitag weitere 32 neue Corona-Fälle. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Ostprignitz-Ruppin nachweislich 985 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. 567 Menschen davon gelten als genesen, und zwei Patienten sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

416 aktive Corona-Fälle in Ostprignitz-Ruppin

Im Landkreis gibt es somit aktuell 416 aktive Corona-Fälle. Mit 128 leben davon die meisten in Neuruppin, in Fehrbellin sind es 51, in Lindow 51 und in Neustadt 41. 39 aktive Corona-Fälle verzeichnet Wusterhausen, 31 Rheinsberg, in Wittstock sind es 27 und in Kyritz 24. Ihren Wohnsitz im Amt Temnitz haben zwölf Infizierte, und neun leben in Heiligengrabe.
Von den am Freitag gemeldeten Neuinfektionen betroffen sind in mehreren Fällen die Ruppiner Kliniken, außerdem die Kita Spatzennest und das Evangelische Gymnasium in Neuruppin. Neue Corona-Fälle gibt es auch bei einem Pflegedienst, in einer Betreuungseinrichtung sowie bei einem betreuten Wohnen. Insgesamt werden aktuell 45 Covid-19-Patienten stationär behandelt. „Davon zehn intensivmedizinisch. Vier Personen davon werden beatmet“, berichtet der stellvertretende Landkreis-Sprecher Manuel Krane. Für die Ruppiner Kliniken wurde das bereits bestehende Besuchsverbot inzwischen zu einem Zutrittsverbot, das für das gesamt Gelände gilt, ausgeweitet.

Keine Versammlungen oder Demonstrationen mehr in OPR

Da die Sieben-Tages-Inzidenz für den Landkreis über 200 liegt, sind ab sofort gemäß der Eindämmungsverordnung sämtliche Versammlungen oder Demonstrationen untersagt. Von dem Verbot unberührt bleiben jedoch lokalpolitische Sitzungen in den Kommunen oder beim Landkreis.
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Wittstock

Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen und dem diffusen Infektionsgeschehen, das es schwer mache, Kontakte nachzuverfolgen, mahnt der Landkreis, niemanden mit Symptomen einer Corona-Infektion zu besuchen oder selbst bei eigenem Krankheitsgefühl das Haus zu verlassen und somit andere zu gefährden. Das gelte besonders für den Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas oder Heimen, aber auch für den Arbeitsplatz, die noch geöffneten Geschäfte oder Treffen mit Freunden und Familie. „Sehr häufig lassen sich neue Fälle von Covid-19-Erkrankungen auf Kontakte mit bereits infizierten Personen, die zum Teil noch nichts von ihrer Infektion wissen, zurückführen“, heißt es aus dem Kreis. „Aber auch in immer mehr Fällen ist eine Zuordnung von infizierten Personen zu eindeutigen Infektionsquellen nicht mehr möglich.“

Eine Covid-19-Erkrankung zeigt sich mit vielfältigen Symptomen

Die Covid-19-Erkrankung, die durch das Coronavirus ausgelöst wird, hat vielfältige Symptome, die zusammen oder einzeln auftreten können, erklärt das Gesundheitsamt. „Dazu gehören am häufigsten trockener Husten, Fieber, Schnupfen, Störung des Geruchssinnes aber auch weitere Symptome wie unter anderem Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung und Apathie.“ Für einen medizinischen Laien aber auch selbst für einen Arzt, seien die Symptome nur schwer von grippalen Infekten oder Erkältungskrankheiten ohne vorliegenden Test zu unterscheiden, berichtet das Gesundheitsamt.

Appell des Gesundheitsamtes in Neuruppin

Dieses appelliert deshalb dringend: „Bleiben Sie bitte bei jeglicher Form von Symptomen zu Hause, und kontaktieren Sie im Zweifel Ihren Hausarzt telefonisch.“ Nur wenn jeder selbst und dann alle gemeinsam darauf achten, dass sich Menschen, die bei sich Symptome feststellen sofort in die Isolation begeben, bestehe die Möglichkeit, das Tempo der weiteren Ausbreitung der Infektion noch zu regulieren und wieder auf eine überschaubare Zahl an Infektionsfällen zu begrenzen. „Bitte nehmen Sie die Erkrankung ernst, es handelt sich nicht um einen kleinen Schnupfen sondern um eine hochansteckende Erkrankung mit zum Teil schweren Verläufen bis hin zum Tod“, mahnt das Gesundheitsamt.
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