Mit einer Inzidenz von 336,84 verzeichnete das Landesamt für Arbeits-, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) für Ostprignitz-Ruppin den dritthöchsten Wert bei den Landkreisen und kreisfreien Städten für Brandenburg.
Das heißt in den vergangenen sieben Tagen haben sich im Landkreis rund 336 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Und erneut musste das Gesundheitsamt in Neuruppin am Mittwoch einen hohen zweistelligen Wert an Corona-Neuinfektionen melden, die sich auf alle Kommunen im Landkreis, außer dem Amt Temnitz, verteilen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie im Frühjahr insgesamt 1719 Menschen aus Ostprignitz-Ruppin nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt.

986 in Ostprignitz-Ruppin gelten als genesen

986 Menschen davon gelten inzwischen als genesen. Das sind 99 mehr als noch am Dienstag. 16 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, so dass es in OPR noch 717 aktive Corona-Fälle gibt. 308 von diesen haben ihren Wohnsitz in Neuruppin. Weitere Corona-Schwerpunkte sind Wittstock mit 78 aktiven Fällen, Fehrbellin mit 74 und Rheinsberg mit 66. In Lindow gibt es 48 aktive Infektionen, in Wusterhausen sind es 41, in Neustadt 34, in Kyritz 30, im Amt Temnitz 20 und in Heiligengrabe stieg die Zahl auf 18.

Rückläufiges Infektionsgeschehen an den Ruppiner Kliniken

Bei den am Mittwoch gemeldeten Neuinfektionen sind Bewohner eines betreuten Wohnens in Wittstock sowie Personal und Bewohner einer Betreuungseinrichtung in Neuruppin betroffen. „Außerdem ist Personal der Ruppiner Kliniken betroffen“, berichtet der stellvertretende Landkreis-Sprecher Manuel Krane. Das Infektionsgeschehen an den Ruppiner Kliniken sei aber insgesamt stark rückläufig, so Krane. Kliniksprecherin Verena Clasen berichtete auf Nachfrage, dass aktuell 49 Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert und deshalb nicht im Dienst seien. Weiter zehn Mitarbeiter befänden sich zudem in Quarantäne, so Clasen.
Derzeit werden 115 mit dem Coronavirus Infizierte stationär behandelt, davon 31 intensivmedizinisch. „14 Personen davon werden beatmet“, berichtet Manuel Krane. „Bei den stationären Fällen sind die Ruppiner Kliniken und die KMG-Kliniken Kyritz und Wittstock berücksichtigt.“ Die Zahlen beziehen sich auf alle dort wegen Covid-19 in Behandlung befindlichen Patienten unabhängig vom Wohnort.
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