Corona-Krise: Neuruppin spendet für Rotes Kreuz in Italien

Spende: Neuruppins Bürgermeister überreichte dem DRK einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. Zusammen mit dem Geld, das das Deutsche Rote Kreuz gesammelt hat, gehen 2500 Euro ans Rote Kreuz in Neuruppin Partnerstadt Certaldo.
Brian Kehnscherper„Viele Dinge dort sind weggebrochen. Das Rote Kreuz in Italien finanziert sich größtenteils über Spenden. Es werden aber Schutzbekleidung und Desinfektionsmittel benötigt“, so Bruns. „Wir haben alles daran gesetzt, schnell zu helfen.“
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In Kürze 2 500 Euro
Der Kreisverband des DRK überwies kurzerhand 1 000 Euro in die Toskana. Dank Spenden von DRK-Mitgliedern kamen weitere 500 Euro zusammen. Am Mittwoch übergab Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) Bruns und dem DRK-Vorstand Ronny Sattelmair zudem einen Scheck in Höhe von 1 000 Euro, die nach Certaldo gehen sollen. „Ich habe das mit den Fraktionsvorsitzenden und unserem Haushaltsexperten in der Stadtverordnetenversammlung, Siegfried Wittkopf, besprochen. Sie haben mir sofort grünes Licht gegeben, das Geld aus dem Fonds für Städtepartnerschaften zu nehmen“, so Golde.
Zuerst hatte es Überlegungen gegeben, in Absprache mit der Firma Atotech im Temnitzpark, die derzeit die Charité mit Desinfektionsmitteln versorgt, um eine Sachspende zu bitten. Der Transport sei angesichts geschlossener Grenzen aber kostspielig. „Geld ist die schnellstmögliche und wirksamste Hilfe“, so Golde. Deshalb ruft er Einwohner dazu auf, an das DRK zu spenden. Der Kreisverband leitet das Geld weiter nach Italien.
Hilfe für Unternehmen
Auch die heimische Wirtschaft erhält während der Corona-Krise Hilfe. Die Neuruppiner Wirtschaftsförderer-Gesellschaft Inkom bearbeitet Anträge auf die Soforthilfe der Stadt. Wie Inkom-Geschäftsführer Axel Leben sagt, sind bei seinen Mitarbeitern seit der Zwangsschließung von Geschäften zahlreiche Anfragen aufgelaufen. „Bei 300 Kontakten haben wir aufgehört zu zählen.“ Während die Inkom in der ersten Zeit vor allem zu den verschiedenen Hilfsangeboten auf Landes- und Bundesebene informiert und vermittelt hatte, verteilte sie später auch selbst Geld. „Für das Gebiet der Stadt haben wir bisher 68 Unterstützungsanfragen“, so Leben. Bis Mittwoch hat die Inkom 30 000 Euro an heimische Gewerbetreibende ausgezahlt. 20 Anträge seien derzeit noch offen. Mehr als die Hälfte der Anfragen kommen mit 57 Prozent aus dem Einzelhandel. Dienstleister machen 18 Prozent aus, elf Prozent der Anträge entfallen auf die Gastronomie, acht Prozent aufs Handwerk und sechs Prozent auf Freiberufler. Vor allem bei Freiberuflern im Veranstaltungsbereich rechnet Leben noch länger mit Zuschussbedarf, da Veranstaltungen noch längere Zeit nicht gestattet sein dürften. Bürgermeister Golde ist indes erfreut zu beobachten, dass auch die Gewerbetreibenden solidarisch sind. „Es gab Leute, die haben ihre 1 000 Euro an die Inkom zurückgegeben, als sie den Zuwendungsbescheid von der Investitionsbank des Landes Brandenburg bekommen hatten. Die sagten, andere brauchen es mehr“, so Golde, der sich mit Blick auf solche Solidarität gerührt zeigte.
Masken für die Mitarbeiter
Angesichts der Tatsache, dass in den Kitas mit verschärften Hygiene-Vorschriften zu rechnen ist, wenn der Betrieb wieder für alle Kinder öffnet, sammelt das Rathaus derzeit Gesichtsmasken für die 200 Mitarbeiter in den Kindergärten. „Es wird auf jeden Fall eine Prävention stattfinden müssen“, so Golde. Benötigt würden mindestens 800 Masken, die waschbar sind. Die Verwaltungsmitarbeiter würden bereits zu Hause fleißig nähen. Golde ruft jedoch dazu auf, dem Rathaus auch Masken zu spenden. Diese können in den Briefkasten vor dem Bürgerbüro gesteckt werden. „Wir suchen nur noch nach einer Idee, die Masken halbwegs steril zu verteilen“, so Golde.
Spenden an das DRK zur Unterstützung des Roten Kreuzes in Certaldo können auf das Konto DE42 1605 0202 1730 0030 40 überwiesen werden, Verwendungszweck: „Spende CRI Certaldo“.
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