Einkaufen in Neuruppin: Sofa mit Sessel für 150 Euro – Disco ist jetzt Möbelbörse

Silvana Münch als Leiterin und Marcel Bunk vom Bauamt vor der neuen Möbelbörse im ehemaligen Club 019 in Neuruppin. Allerlei Möbel gibt es hier zum kleinen Preis.
Christian Bark- Die ehemalige Disco 019 in Neuruppin ist jetzt eine Möbelbörse.
- Es gibt günstige Möbel aus zweiter Hand, darunter Sofas, Sessel und mehr.
- Die Möbelbörse wird von einem fünfköpfigen Team betreut und nimmt Spenden an.
- Möbel können innerhalb von Neuruppin für 10 Euro geliefert werden.
- Öffnungszeiten: Mo 9-12, Mi 13-17, Fr 12-16, oder nach Anfrage. Kontakt: 03391 4067720.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Bis vor wenigen Jahren wurde in der ehemaligen Disco 019 in Neuruppin noch getanzt. Jetzt bieten die Räume Platz für Esstische, Anbauwände, Babybetten und Kühlschränke. Bei manchem Kunden kommen Erinnerungen hoch.
Im ehemaligen Tanzlokal in der Junckerstraße 19 hatten sich Generationen amüsiert. So auch Silvia Opitz aus Neuruppin. „Ich habe hier früher getanzt und mein Sohn hat hier als DJ aufgelegt“, blickt sie zurück. Weit bis zum Club 019 im Neubaugebiet hat sie es nicht.
Günstige Möbel aus zweiter Hand in Neuruppin
Statt zu tanzen und zu feiern, stöbert Silvia Opitz nun im Club 019 nach Möbeln und Accessoires. Vier Metallstühle und einen Tisch in Korboptik hat sie sich herausgegriffen. Dazu noch einen Läufer. „55 Euro zahle ich für alles. Das ist für mich fast geschenkt“, sagt die Neuruppinerin.

Silvia Opitz freut sich über ihre neue Sitzgarnitur und einen Läufer für insgesamt 55 Euro, die sie in der Möbelbörse in Neuruppin gekauft hat.
Christian BarkDer Preis sei aber nicht das Entscheidende für sie. Ihr gehe es darum, gebrauchten Sachen eine Chance zu geben. Für den Sperrmüll sei so manches zu schade, und viele der ausgestellten Möbel seien ja noch fast neuwertig. „Das ist auch ein Stück Nachhaltigkeit“, sagt Silvia Opitz.
„Nachhaltig und sozial“ soll die neue Möbelbörse auch sein, wie Silvana Münch betont. Sie leitet für den Demokratischen Frauenbund das Mehrgenerationenhaus „Krümelkiste“ in Neuruppin. Der Frauenbund betreibt in Brandenburg an der Havel auch so eine Möbelbörse. „Das läuft dort sehr gut, deshalb probieren wir es jetzt in Neuruppin“, sagt Silvana Münch.
Stadt Neuruppin hat ehemalige Disco umgebaut
Für die ehemalige Disco war im vergangenen Jahr durch die Stadt Neuruppin ein Nachmieter, ein neuer Tanzlokalbetreiber wäre gern gesehen gewesen, gesucht worden. Ein Nachtclub wird das 019 jetzt zwar nicht mehr, mit der Möbelbörse kehrt aber neues Leben in das Gebäude ein. Baulich sei einiges verändert worden, wie Marcel Bunk vom Neuruppiner Bauamt mitteilt.

Die ehemalige Disco 019 in Neuruppin ist jetzt eine Möbelbörse geworden. Mitarbeiterin Silvana Münch und ihr Team bieten hier unter anderem Babybetten, aber auch Tapeten, Vorhänge und Sofas an.
Christian BarkNeue Türen, neue Fußbodenbelege, überarbeitete Elektrik und neue Fensterscheiben wurden eingebaut. „Die alten Fensterscheiben waren schalldicht aus Kunststoff und wurden nun durch Glasscheiben ersetzt“, so Marcel Bunk. Zudem sei beim Landkreis eine Umnutzung des Objekts beantragt worden.
Betreut wird die Möbelbörse aktuell von einem fünfköpfigen Team. Angenommen werden gut erhaltene Möbel aus zweiter Hand, aber auch Accessoires und Elektrogeräte, wie etwa Kühlschränke. Die Möbel werden im Umkreis von 30 Kilometern kostenlos abgeholt, wenn jemand sie nicht selbst vorbeibringen kann.

Tische, Sofas, Anbauwände und auch Elektrogeräte nimmt die Möbelbörse in Neuruppin gern entgegen.
Christian BarkDas alles geschieht auf Spendenbasis. Die ehemaligen Besitzer erhalten also kein Geld dafür. Käufer müssen allerdings einen Obolus dafür entrichten. Darüber finanziert sich das Projekt mit. Die Preise sind aber moderat, wie Silvana Münch betont. „100 Euro für einen Esstisch mit sechs Stühlen ist recht günstig.“
Möbel werden innerhalb von Neuruppin für 10 Euro geliefert
Ein grünes Schlafsofa mit zwei Sesseln und Fußhocker, alles kaum benutzt, gibt es für 150 Euro. Wer sich die Möbel nicht selbst mitnehmen kann, bekommt sie auch geliefert. Das ist im Raum Neuruppin aktuell für einen Aufpreis von 10 Euro möglich. Bei weiteren Strecken werde es etwas teurer. Geliefert wird bis vor die Haustür beziehungsweise Eingangstür zum Mehrfamilienhaus.
„Wer lieb mit den Jungs redet, bekommt Möbel aber bestimmt noch in die Wohnung gestellt“, sagt Silvana Münch. Neben Sofas, Anbauwänden, Stühlen, Babybetten, Kinderstühlen und Tapeten finden sich in der Möbelbörse auch Gardinen und Stoffe. Die könne man sich zuschneiden und in der Krümelkiste bei Bedarf noch umschneidern lassen.
Wer in der Möbelbörse kauft, benötigt keinen Nachweis auf Bedürftigkeit. Geöffnet ist montags von 9 bis 12, mittwochs von 13 bis 17 und freitags von 12 bis 16 Uhr oder auf Nachfrage. Kontakt zur Möbelbörse ist möglich unter 03391 4067720 oder 0155 66175975 sowie per E-Mail an moebelboerse@dfb-neuruppin.de möglich.

