Fridays for Future
: Klimastreik aus Neuruppin wandert ins Netz

Für den weltweiten Protest von Fridays for Future am 24. April wird eine neue Form gewählt.
Von
Siegmar Trenkler
Ostprignitz-Ruppin
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Beim dritten globalen Klimastreik versammelten sich in Neuruppin mehr als 1000 Teilnehmer zur Demonstration auf dem Schulplatz. Wegen der Pandemie wird nun online demonstriert.

Eckhard Handke

Livestream und Social Media

Wie also funktioniert der Protest im Netz? Als Grundlage dient ein Livestream auf YouTube, auf dem ein Demoprogramm   übertragen wird. Dieser Beitrag wird auf dem Youtube–Kanal von „Fridays for Future DE“ zu finden sein. Zeitgleich können sich Nutzerinnen und Nutzer von Social–Media–Kanälen wie Twitter und Instagram unter dem Hashtag #NetzstreikFürsKlima und #FightEveryCrisis bei dem Protest einklinken. In anderen Städten wurden im Vorfeld Schilder gesammelt, um diese nach Berlin zu schicken „Wir sind da einen anderen Weg gegangen“, so Corvin Drößler von der Neuruppiner Ortsgruppe der Klimaaktivisten. So sind alle Neuruppiner, die den Protest unterstützen wollen, aufgefordert, eigene Plakate gut sichtbar in der Stadt aufzuhängen. Dass aus der erwarteten Demonstration in der Fontanestadt nichts wird, sei schade, sagt Drößler. „Wir hatten uns viel überlegt und ein sehr gutes Konzept“, berichtet er. Doch die Krise machte das zunichte. Und der nun ins Leben gerufene bundesweit einheitliche Protest sei eine gute Alternative.

Neuruppiner im Livestream

Auf Neuruppiner Akzente muss in der bundesweiten Übertragung, die am Freitag um 11.30 Uhr beginnt, aber dennoch nicht verzichtet werden. „Kleinere Ortsgruppen konnten sich im Vorfeld bewerben. Wir haben das gemacht und ein Zeitfenster von zehn Minuten bekommen“, so Drößler. Gemeinsam mit Mitstreiterin Emma Kiehm wird er dort Gelegenheit haben, auch die Sicht von Neuruppiner Jugendlichen dazulegen — vor einem deutlich größerem Publikum als sonst. Wann genau die Neuruppiner an der Reihe sein werden, ist noch nicht klar. Die Demonstration im Netz geht schließlich von 12 bis 14 Uhr. „Irgendwann dazwischen sind wir dran“, so Drößler. Einen ersten Test, wie das alles zusammen funktionieren kann, starten die FFF–Aktivisten übrigens heute, damit am Freitag auch alles möglichst reibungslos über die virtuelle Bühne gehen kann.

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