Zahlreiche Einwohner von Ostprignitz-Ruppin wollen den Opfern der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz helfen. Die Kreisverwaltung hat deshalb nun ein Spendenkonto eingerichtet. Zudem werden Ferienangebote für Kinder aus den betroffenen Gebieten geschaffen. Die Feuerwehr des Landkreises hat darüber hinaus die Bereitschaft signalisiert, bei Bedarf Unterstützung zu leisten.

Kontakt zur Feuerwehr im Partnerlandkreis Coesfeld

Wie Landrat Ralf Reinhardt (SPD) sagte, könnten sich Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Ostprignitz-Ruppin  binnen kürzester Zeit auf den Weg in das Katastrophengebiet machen. Kreisbrandmeister Olaf Lehmann stehe im Austausch mit seinem Amtskollegen im Partnerlandkreis Coesfeld. Dieser ist selbst zwar nicht betroffen. 150 Einsatzkräfte von dort hatten aber dabei geholfen, ein Krankenhaus in Eschweiler zu evakuieren. Wie Ralf Reinhardt sagte, gibt es zudem eine überwältigende Spendenbereitschaft. Deshalb hat der Landkreis nun ein Spendenkonto eingerichtet. „Das sind alles kleine Bausteine, die helfen können und sollen, Leid zu mindern“, so Reinhardt.

Ferienangebote für Kinder aus dem Katastrophengebiet

Um Kindern, die im Katastrophengebiet leben, die Möglichkeit zu geben, auf andere Gedanken zu kommen und sich zu erholen, werden im Landkreis nun Ferienunterkünfte für sie angeboten. Der frühere Bürgermeister von Kyritz, Hans-Joachim Winter, sucht deshalb geeignete Unterkünfte. „Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz sind für mich sehr prägend“, so Winter. Weil Kinder bereits diejenigen waren, die am meisten unter der Corona-Krise zu leiden hatten, und ihnen jetzt wegen des Jahrhunderthochwassers der verdiente Ferienausflug vielleicht verwehrt bleibt, möchte Winter Abhilfe schaffen.

Spendenkonto Hochwasserhilfe

Für die Spenden aus Brandenburg wurde ein Konto eingerichtet: Landkreis Märkisch-Oderland, IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95, Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021

Schullandheim in Schweinrich als Unterkunft

Kurzfristig konnte der Landkreis bereits das Schullandheim in Schweinrich als Übernachtungsmöglichkeit anbieten. In der Vergangenheit ist es bereits mehrfach für Hilfsangebote genutzt worden – zuletzt als Unterbringungsmöglichkeit im Rahmen der Aktion „Sichere Häfen“. Da das Schullandheim derzeit nicht genutzt wird, können maximal bis zu 28 Betten dort angeboten werden. Je nach Zusammensetzung der Gruppen könnten aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln aber auch weniger Betten genutzt werden. Der Landkreis würde die Betreuung der Kinder und Jugendlichen vor Ort organisieren.
Wer selbst eine Ferienunterkunft für Kinder aus dem Hochwassergebiet anbieten oder das Angebot nutzen möchte, kann sich unter 03391 6887001 im Büro des Landrats melden.
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