Martinimarkt 2023 in Neuruppin: Zahlreiche Straftaten auf Volksfest – Polizei im Dauereinsatz

Der Martinimarkt in Neuruppin geht zu Ende. Allein am Sonnabend, 4. November, sollen 15.000 Besucher auf dem Gelände gewesen sein. Es gab jede Menge Straftaten.
Eckhard HandkeSeit dem 27. Oktober lockt der Martinimarkt Zehntausende Menschen aus der Region und darüber hinaus nach Neuruppin. Am Sonntag, 5. November, endet das beliebte Volksfest. Die Polizei hatte am finalen Wochenende ordentlich zu tun und zieht eine erste Bilanz.
Die Einsätze fingen schon am Freitag, 3. November, an, wie die Polizeidirektion Nord am Sonntag, 5. November, mitteilte. Insgesamt wurden am Freitag drei Strafanzeigen aufgenommen. Unter anderem wurde der Sicherheitsdienst gegen 19.30 Uhr auf zwei Männer aufmerksam, die bereits an den Vortagen einen Platzverweis für das gesamte Festgelände für die Dauer des Martinimarktes erhielten.
Hausfriedensbruch und Körperverletzung
Die Männer im Alter von 24 und 36 Jahren erhielten einen erneuten Platzverweis für den inzwischen 367. Martinimarkt. Zudem wurde gegen beide Personen Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet.
Eine weitere Strafanzeige wurde aufgrund einer gefährlichen Körperverletzung aufgenommen, nachdem es zwischen zwei Frauen zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Hierbei wurde eine 24-Jährige geschubst und anschließend mit dem Fuß getreten. Die Tatverdächtige verließ anschließend den Ort. Die 24-Jährige wurde durch Rettungssanitäter vor Ort behandelt und wandte sich anschließend an die Polizei.
Am Sonnabend, 4. November, sei der Markt laut Polizeiangaben trotz vereinzelter Regenschauer stark besucht. „Nach Rücksprache mit dem Veranstaltungsleiter waren in der Spitze 15.000 Besucher auf dem Volksfest“, so die Polizei. Die eingesetzten Polizeibeamten leiteten an diesem Tag insgesamt sieben Strafverfahren ein.
Unter anderem meldete gegen 19.50 Uhr ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, dass er aus einer vierköpfigen Personengruppe heraus in volksverhetzender Weise beleidigt wurde. Auf die Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen den 42-jährigen Tatverdächtigen folgten zwei weitere Strafanzeigen wegen Verleumdung und Körperverletzung gegen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Die Kriminalpolizei ermittelt nunmehr in diesen Fällen.
Versuchter Diebstahl von Erdbeerspießen
Des Weiteren versuchte gegen 20.30 Uhr ein 37-Jähriger ein Tablett mit 50 kandierten Erdbeerspießen zu entwenden. Nachdem der Verkaufsstandbetreiber den Mann angesprochen hatte, flüchtete dieser ohne das Tablett. Durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes konnte der 37-Jährige angetroffen und an die Polizeibeamten übergeben werden. Im Beisein der Polizeibeamten beleidigte er einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ebenfalls in volksverhetzender Weise. Gegen den Mann wurden Strafverfahren eingeleitet und ein Platzverweis ausgesprochen.
Gegen Mitternacht kam es ebenfalls zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 26-Jährigen und einem 37-Jährigen. Der 37-Jährige beabsichtigte lautstarke Auseinandersetzungen zwischen dem 26-Jährigen und weiteren Personen zu schlichten. Als dies nicht gelang, schüttete der 37-Jährige eine Tasse Glühwein ins Gesicht des 26-Jährigen. Dieser erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung. Die Kriminalpolizei ermittelt. Über die polizeilichen Vorkommnisse am Sonntag, 5. November, gibt es noch keine Aussagen.

