RE6 in Neuruppin: 30-Minuten-Takt beim Prignitz-Express – so ist der Stand

Neuruppin will unbedingt, dass der Prignitz-Express der Linie RE6 öfter als bisher nach Berlin fährt. Statt jede Stunde soll der Zug alle 30 Minuten in die Hauptstadt fahren. Wie ist der Stand?
Eckhard Handke- Der Prignitz-Express RE6 soll ab 2027 zwischen Neuruppin und Berlin alle 30 Minuten fahren.
- Brandenburg hat Gelder für Planung und Vergabe freigegeben; der Zeitplan bleibt bestehen.
- Während Bauarbeiten 2026-2027 wird der RE6 über Herzberg und Oranienburg umgeleitet.
- SPD-Bundestagsabgeordnete betonen die Bedeutung für die Region; Bundesmittel gesichert.
- Keine Sorge wegen Ampel-Aus; Finanzierung des Projekts ist gesichert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit langer Zeit wird parteiübergreifend der 30-Minuten-Takt für den Prignitz-Express gefordert. Der RE6 verbindet Neuruppin mit Berlin. Bislang fahren die Züge nur jede Stunde in die Hauptstadt. CDU und SPD in Ostprignitz-Ruppin sind sich einig, dass der 30-Minuten-Takt eine weitere wichtige Hürde genommen hat.
Wie die Christdemokraten aus Ostprignitz-Ruppin mitteilen, seien aktuell die Mittel für die Ausführungsplanung und die Vorbereitung der Vergabe von Brandenburgs Verkehrsminister Rainer Genilke (CDU) freigegeben worden. Damit bleibe das Projekt im Zeitplan und der Halbstunden-Takt könne ab 2027 kommen.
Halbstunden-Takt zwischen Neuruppin und Berlin ab 2027
Die Zusicherung der Bahn zum Kosten-Nutzen-Faktor bringe zudem Sicherheit hinsichtlich der weiteren Umsetzung und der Kofinanzierung des Bundes, heißt es dazu weiter.
„Für viele Pendler wird diese Entscheidung absehbar mehr Lebensqualität bringen.“ Neuruppin, Velten und Kremmen würden damit bald erheblich besser mit Berlin verbunden sein. Das erklärten am Freitag, 6. Dezember, der Landtagsabgeordnete Jan Redmann und Kreischef Sebastian Steineke (beide CDU). „Auf den letzten Metern ist es gelungen, die benötigten 12,7 Millionen für die Vorfinanzierung zusammenzubringen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.
Alternativen für den Prignitz-Express während Bauarbeiten?
Nicht erwähnt wird allerdings, dass der Halbstunden-Takt ab 2027 von der Deutschen Bahn selbst torpediert wird. Denn noch völlig ungewiss ist es, welche Alternativen die Bahn ab Sommer 2026 für den Prignitz-Express anbietet. Dann beginnen zwischen Neuruppin und Velten die Bauarbeiten, die sich bis ins zweite Halbjahr 2027 hinziehen dürften.
Während der Bauarbeiten kann die Strecke zwischen Neuruppin und Velten nicht befahren werden. Der RE6 wird in dieser Zeit umgeleitet – nämlich von Neuruppin über Herzberg, Löwenberg und Oranienburg bis direkt nach Berlin-Gesundbrunnen.
Für diese stündliche Umleitungsvariante hatte sich OPR-Landrat Ralf Reinhardt (SPD) eingesetzt. Ursprünglich wollte die Bahn nur einen Zwei-Stunden-Takt in Richtung Berlin über Löwenberg bis Oranienburg anbieten.
Ampel-Aus soll keinen Einfluss auf Ausbau des RE6 haben
Mit Blick auf die vorgezogene Neuwahl des Bundestags und den unsicheren Haushalt teilt die SPD-Bundestagsabgeordnete Wiebke Papenbrock mit, dass sie zum Prignitz-Express in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit den zuständigen Ebenen geführt habe. „Für unsere Region sind der Ausbau der Strecke von Berlin nach Hamburg zum Hochleistungskorridor und die Erweiterung des RE6 zwischen Hennigsdorf und Neuruppin (RE6) für einen Halbstunden-Takt das wichtigste Bahnprojekt.“
Beim Ausbau des RE6 für einen Halbstunden-Takt bis nach Neuruppin sieht Papenbrock trotz Ampel-Aus „aktuell keinen Grund zur Sorge“. Das Vorhaben werde vom Bund über Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) mitfinanziert. Der entsprechende Haushaltstitel sei mit ausreichend Geld ausgestattet.
Auch die Sanierung der Strecke Berlin – Hamburg habe die Deutsche Bahn am 18. November die ersten Bauaufträge vergeben, sodass wie geplant im Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden könne, so Papenbrock.
Prignitz-Express – das sagt Landrat Ralf Reinhardt
Landrat Ralf Reinhardt zeigte sich „sehr froh über die Nachricht, dass der Zeitplan zur Taktverdichtung des Prignitz-Express eingehalten werden soll“. Das Projekt sei für die Region von herausragender Wichtigkeit und Bedeutung. „Außerdem ist es eines der wenigen Vorhaben, die sich im Rahmen von i2030 in Realisierung und Umsetzung befinden.“
Der Dank gelte besonders dem geschäftsführenden Infrastrukturminister Rainer Genilke, Staatssekretär Uwe Schüler und der Abteilung Verkehr im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung.



