Sperrung von Rhin
: Fluss in Rheinsberg wird gesperrt – Verbot für Kanu, Kajak und Ruderboot

Bittere Nachricht für Urlauber und Touristen, die in den Sommerferien mit Kanu, Kajak oder Boot einen Ausflug auf dem Rhin in Rheinsberg machen wollen. Denn das Gewässer wird in wenigen Tagen gesperrt.
Von
Odin Tietsche
Rheinsberg
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Egal ob Kanu, Kajak oder Paddelboot – ab dem 31. Juli ist damit auf dem Rhin bei Rheinsberg vorerst Schluss. Denn da der Wasserstand zu niedrig ist, wird der Wasserweg gesperrt. Das hat die Kreisverwaltung in Ostprignitz-Ruppin mitgeteilt. Heißt aber auch für Urlauber: Wer in den Sommerferien eine Tour auf dem Rhin geplant hatte, muss nun möglicherweise umplanen. Doch es gibt noch eine kleine Hoffnung.

Oliver Voigt

Hiobsbotschaft für Urlauber, Paddler und Wassersportbegeisterte: Die Befahrung des malerischen Rheinsberger Rhins, bekannt für seine idyllische Lage und die Möglichkeit der Erkundung mit Paddelbooten sowie Einer- oder Zweier-Kajaks, wird ab Montag, dem 31. Juli, aufgrund eines bedenklich niedrigen Wasserstandes bis auf Weiteres nicht mehr gestattet sein.

Diese Entscheidung teilte die Kreisverwaltung am Montagvormittag mit. Und sie hat weitreichende Konsequenzen für alle, die in ihrem Urlaub Fahrten auf dem Rheinsberger Rhin geplant hatten. Diese Pläne müssen nun offenbar ad acta gelegt werden.

Die Gründe für diese einschneidende Maßnahme liegen in den beunruhigenden Beobachtungen hinsichtlich der Abflusswerte des Landesamtes für Umwelt sowie des zuständigen Gewässerunterhaltungsverbandes „Oberer Rhin/Temnitz“. Die Prognose besagt, dass in Kürze nicht mehr ausreichend Wasser im Rheinsberger Rhin zur Verfügung stehen wird, um ein schadloses Befahren des Gewässers zu gewährleisten.

Hohe Verdunstung und zu wenig Niederschläge

Die Ursachen für die aktuelle Lage sind vielfältig. Insbesondere die hohe Verdunstung und das Ausbleiben von Niederschlägen in ausreichender Menge haben dazu geführt, dass der Abfluss aus der Rheinsberger Seenkette in den Rheinsberger Rhin vom Bewirtschafter des Wehres an der Obermühle reduziert wurde. Die Maßnahme hat außerdem zur Folge, dass der Pegel an der Obermühle in Rheinsberg voraussichtlich ab dem 31. Juli unter die nach der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Rheinsberger Rhin und Hellberge“ des Landes Brandenburg zulässige Marke von 65 Zentimetern fallen wird.

Ein Ausblick auf die kommenden 14 Tage zeigt leider keine Aussicht auf eine Besserung der Situation. Die Wetterprognosen lassen keine Hoffnung auf ausreichende Niederschläge erkennen, die den Wasserstand des Rheinsberger Rhins wieder auf ein akzeptables Level heben könnten.

Infotelefon für Urlauber und Wassertouristen

Wassertouristen und Urlauber können sich jedoch jederzeit über den aktuellen Pegelstand an der Rheinsberger Obermühle informieren, um die Möglichkeit einer Befahrbarkeit des Rheinsberger Rhins rechtzeitig zu erfahren. Hierfür steht das Pegeltelefon zur Verfügung, welches stets zeitnah über die aktuelle Situation informiert. Das Pegeltelefon ist unter der Nummer 033082 40716 zu erreichen. Es gibt dabei für die Anrufer jedoch nur eine Textansage zu hören, die über den aktuellen Stand informiert.

Sobald sich die Lage entspannt und der Wasserstand wieder ausreichend ist, wird die Befahrung des Rheinsberger Rhins mit Paddelbooten und Kajaks selbstverständlich wieder möglich sein. Ob dies jedoch noch in den derzeitigen Sommerferien möglich sein wird, ist unklar. Die Verantwortlichen des Landesamtes für Umwelt sowie des Gewässerunterhaltungsverbandes „Oberer Rhin/Temnitz“ stehen in engem Austausch und überwachen durchgängig die Lage am Rhin, um gegebenenfalls schnellstmöglich reagieren zu können und bei einer Verbesserung der Situation den Rhin auch wieder für Urlauber und Wassertouristen freigeben zu können.