Unfall-Serie auf A24: Unfälle auf Autobahn – zahlreiche Verletzte, darunter zwei Kinder

Zu mehreren Unfällen kam es auf der Autobahn A24 bei Neuruppin. Dabei gab es viele Verletze, darunter waren zwei Kinder.
Patrick Pleul/dpaZu einer Serie von Unfällen kam es am Sonnabend (30.12.) auf der Autobahn A24 bei Neuruppin. Die Polizeidirektion Nord berichtet zusammen mit der Autobahnpolizei Walsleben von insgesamt sechs Unfällen an nur einem Tag im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Die Chronologie der Ereignisse.
In der Nacht zu Sonnabend ereignete sich um 2.45 Uhr der erste Unfall zwischen den Anschlussstellen Kremmen und Fehrbellin in Richtung Berlin. Ein VW-Fahrer (18) kam links von der Fahrbahn ab und kollidierter mit der Mittelschutzplanke. Er rief den Notruf und gab dort laut Polizei an, eingeschlafen zu sein. Der Führerschein wurde ihm abgenommen. Gesamtschaden: 4000 Euro. Sein Auto blieb fahrbereit.
Mehrere Unfälle im Rückstau auf A24
Ab 11.30 Uhr kam es auf der A24 zwischen Neuruppin und Herzsprung Richtung Hamburg zu drei weiteren Unfällen mit sieben beteiligten Fahrzeugen und mehreren verletzten Personen. Zuerst sei eine Skoda-Fahrerin (70) beim Fahrstreifenwechsel mit einem Mercedes-Benz kollidiert. Sie und der 74-jährige Benz-Fahrer hielten daraufhin auf dem linken Fahrstreifen an.
Im Rückstau war ein BMW-Fahrer (40) zu schnell unterwegs und krachte in einen wegen des Unfalls schon stehenden VW Golf, der wiederum durch die Wucht des Aufpralls auf den davor stehenden Audi geschoben wurde. Dieser wiederum krachte auf den Mercedes-Benz aus dem ersten Unfall.
Fünf Verletzte auf A24, darunter zwei Kinder
Im Rückstau ereignete sich wenig später ein weiterer Verkehrsunfall. „Der 59-jährige Fahrer eines Kia erkannte die Situation zu spät und fuhr auch aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf einen bereits stehenden Audi eines 57-Jährigen auf und schob diesen auf den BMW aus dem zweiten Verkehrsunfall“, teilt die Polizei mit.
Insgesamt wurden bei diesen Unfällen fünf Personen verletzt: beim ersten Rückstau-Unfall zwei Kinder (sechs und neun Jahre) sowie zwei weitere Personen (60 und 53), beim dritten Auffahrunfall eine 56-jährige Beifahrerin. Sie kamen alle zur medizinischen Behandlung in umliegende Krankenhäuser.
Die Richtungsfahrbahn Hamburg war für die Rettungsmaßnahmen für etwa eine Stunde und 20 Minuten voll gesperrt. Es bildete sich ein erheblicher Rückstau. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 43.000 Euro.
Weitere Unfälle auf der Autobahn 24
Damit nicht genug auf der A24. Am selben Tag kam es gegen 17.20 Uhr zu zwei weiteren Zusammenstößen zwischen den Anschlussstellen Fehrbellin und Kremmen in Richtung Berlin. Eine 26-jährige US-Amerikanerin fuhr mit etwa 200 Kilometer pro Stunde in den linken Fahrstreifen und musste abbremsen. Sie wollte eine Kollision mit den Autos vor ihr vermeiden und verlor dabei die Kontrolle über ihren Porsche. Sie fuhr in die Mittelschutzplanke.
„Infolgedessen wurde sie über den rechten Fahrstreifen in Richtung der rechten Schutzplanke geschleudert und kollidierte mit der rechten Schutzplanke“, so die Polizei. Der Porsche kam nach der Kollision auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Durch den Schleudervorgang wurden Fahrzeugteile auf den Skoda eines 37-Jährigen geschleudert, wodurch dieser beschädigt wurde.
A24 für anderthalb Stunden gesperrt
Den stehenden Porsche bemerkte wenige Minuten später ein 54-jähriger Renault-Fahrer zu spät und stieß mit ihm zusammen. „Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Insassen des Porsche nicht mehr im Fahrzeug“, so die Polizei. Unfallbilanz: Die Fahrerin des Porsche, ihr 27-jähriger Beifahrer und die Fahrerin des Renault wurden leicht verletzt, sie kamen zur ärztlichen Behandlung ins Klinikum nach Neuruppin. Die A24 war für anderthalb Stunden gesperrt. Geschätzter Gesamtschaden: 220.000 Euro.

