Amokgefahr an Schule
: Gewaltandrohung – erneuter Einsatz der Polizei in Birkenwerder

Nach einer angeblichen Bombendrohung gegen die Regine-Hildebrand-Gesamtschule in Birkenwerder gibt es eine neue Gewaltandrohung. Wie die Polizei die Situation einschätzt.
Von
Jürgen Liebezeit
Birkenwerder
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Polizeieinsatz bei CDU-Veranstaltung: ARCHIV - 06.08.2015, Schleswig-Holstein, Flensburg: Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße. Vermummte Demonstranten haben versucht, eine CDU-Veranstaltung zu stören. Polizisten setzten Reizgas ein.  (zu dpa: «Vermummte Demonstranten versuchen CDU-Treffen zu stören») Foto: Carsten Rehder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

An zwei Tagen nacheinander war die Polizei an der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder im Einsatz. Es gab jeweils Gewaltandrohungen. So reagierte die Polizei.

Carsten Rehder/dpa
  • Amok- und Bombendrohung in Birkenwerder: Polizeieinsatz an zwei Tagen.
  • Eltern in Sorge nach angeblichem Amoklauf; Polizei reagiert schnell.
  • E-Mail mit Bombendrohung, Zweifel an Glaubwürdigkeit.
  • Schule nicht evakuiert, Entwarnung nach Durchsuchung.
  • Polizei ermittelt weiter zu den Hintergründen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eltern der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder waren in heller Aufregung. Ihre Kinder berichteten am Mittwoch (12. März 2025) von einem weiteren Polizeieinsatz mit Spezialkräften. Angeblich seien vermummte Beamte mit Maschinengewehren in und vor der Schule. Ein inzwischen gelöschter Post bei „Facebook“ sorgte dann schnell für verunsicherte Eltern.

Tatsächlich bestätigt Joachim Lemmel, Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, einen weiteren Polizeieinsatz an der Schule, der am Mittwochvormittag kurz nach 10 Uhr begann. Eine Schülerin hatte gemeldet, dass ein Bekannter einen Amoklauf in ihrer Schule plane. Die Gewalttat würde sogar unmittelbar bevorstehen. „Wir haben dann sofort reagiert“, so Lemmel.

Polizei mit Spezialkräften in Birkenwerder im Einsatz

Einsatzkräfte seien zur Schule ausgerückt und hätten parallel den potenziellen Attentäter an seinem Wohnort in Oberhavel aufgesucht. „Der war völlig überrascht und wusste von nichts“, sagte der Polizeisprecher am Nachmittag. Das habe der Heranwachsende, der nicht die Gesamtschule in Birkenwerder besucht, auch glaubhaft versichern können. Er habe „nie so etwas gesagt oder angekündigt“, berichtet Lemmel.

Damit war die Sache für die Polizei vorerst geklärt. Das Mädchen räumte ein, die Ankündigung eines angeblichen Amoklaufs nicht direkt von ihrem Bekannten, sondern „um drei Ecken“ davon gehört zu haben. Aus Sorge habe sie dann davon berichtet. Die Polizei ermittelt trotzdem zu den Hintergründen.

Polizei gibt in Birkenwerder schnell Entwarnung

Zur Ausrüstung und zur Anzahl der eingesetzten Beamten vor Ort machte Lemmel keine Angaben. In der Regel würden entsprechend ausgestattete und geschulte Spezialkräfte ausrücken, wenn mit einem Amoklauf gedroht werde.

Die Regine-Hildebrandt-Schule in Birkenwerder wurde ebenso wie am Vortag nicht evakuiert.

Am Dienstag (11. März 2025) ging eine E-Mail mit einer anonymen Bombendrohung bei der Schule ein. Aufgrund merkwürdiger Formulierungen hatte die Polizei aber schnell Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Drohung. Nach gründlicher Absuche durch Polizeikräfte in und vor der Schule wurde schnell Entwarnung gegeben.