Bombe in Oranienburg
: Die Infos zu Sperrkreis und Entschärfung

In Oranienburg kommt es zur nächsten Entschärfung einer Bombe. Im Sperrkreis liegen eine Schule und eine Unterkunft für Geflüchtete, die L211 ist gesperrt.
Von
Marco Winkler
Oranienburg
Jetzt in der App anhören
Entschärfung einer Fliegerbombe in Kiel: ARCHIV - 09.06.2025, Schleswig-Holstein, Kiel-Gaarden: Die entschärfte Weltkriegsbombe. Rund 12.000 Kieler mussten bis 11.00 Uhr vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Am Donnerstag war eine 250-Kilo-Bombe im Stadtteil Gaarden nahe der Hans-Christian-Andersen-Schule gefunden worden. (zu dpa: «Mehr Blindgänger in Schleswig-Holstein entdeckt») Foto: Georg Wendt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine 250-Kilogramm-Bombe wird in Oranienburg entschärft. Möglicherweise muss sie auch gesprengt werden. (Symbolfoto)

Georg Wendt/dpa
  • In Oranienburg wird am Donnerstag, 11. Juni, eine 250-Kilo-Bombe entschärft.
  • Sperrkreis ab 8 Uhr, Radius 800 Meter, Gebiet am Mühlenbecker Weg in Lehnitz.
  • Schule, Geflüchtetenunterkunft und TÜV-Gelände betroffen – rund 860 Bewohner müssen raus.
  • L211 ist gesperrt, Bahn und Bus fahren weiter – Sprengung könnte nötig werden.
  • Bürgertelefon 03301 600900 aktiv, Anlaufstelle: Kulturhaus „Friedrich Wolf“ ab 8 Uhr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Jetzt steht es fest: Am Donnerstag, 11. Juni, wird in Oranienburg eine weitere Bombe entschärft. Ein Sperrkreis rund um den Fundort am Mühlenbecker Weg im Ortsteil Lehnitz wird eingerichtet.

Die Stadt informierte am Mittwoch, 10. Juni, dass es sich laut Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) um eine 250 Kilogramm schwere Bombe amerikanischer Bauart handelt. Sie liegt rund drei Meter vom Fahrbahnrand der L211 entfernt.

„Da sie nah an der Oberfläche liegt, ist keine Grundwasserabsenkung erforderlich“, so die Stadt. „Deshalb kann die Entschärfung in diesem Fall so kurzfristig vollzogen werden.“

Bombe in Oranienburg: Schule und Unterkunft für Geflüchtete im Sperrkreis

Am Donnerstag tritt ab 8 Uhr rund um den Fundort ein Sperrkreis mit einem Radius von 800 Metern in Kraft. Er darf nicht betreten werden. Im Sperrkreis liegen unter anderem die Frieda-Glücksmann-Oberschule, die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete, das TÜV-Gelände und einige Gewerbebetriebe.

Laut Stadtinformation wohnen rund 860 Personen im Sperrkreis. Sie müssen ihre Häuser verlassen. Ein Teil des Sperrkreises liegt auf der Gemarkung Hohen Neuendorf. Der Bahn- und Busverkehr ist nicht betroffen, er läuft uneingeschränkt weiter.

Ziel sei es, die Bombe zu entschärfen. Da der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg „erhebliche Verkrustungen“ aufweist, kann die Art der Bezünderung erst festgestellt werden, wenn der Sperrkreis eingerichtet ist und die Bombe vollständig freiliegt. „Je nach Bezünderungsart der Bombe kann auch eine Sprengung erforderlich werden“, so die Stadt.

Die Bergung und Beseitigung der Altlast erfolgen unter anspruchsvollen Bedingungen. „Um die Arbeiten sicher und zügig durchführen zu können, ist es deshalb von größter Bedeutung, dass sich während des Einsatzes keine unbefugten Personen im Sperrkreis aufhalten.“ Jede Unterbrechung der Arbeiten führt zu erheblichen Verzögerungen im Ablauf.

Stadt Oranienburg richtete Bürgertelefon ein

Stadt und KMBD wollen am späten Nachmittag mit der Entschärfung durch sein. „Aufgrund der besonderen Herausforderungen können Verzögerungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.“

Die Oranienburger Stadtverwaltung hat ab sofort und bis zur Aufhebung des Sperrkreises ein Bürgertelefon unter 03301 600900 eingerichtet. Vor allem Personen, die Hilfe beim Verlassen des Sperrkreises benötigen, mögen sich bitte zeitnah melden. Das Bürgertelefon ist Mittwoch bis 16 Uhr und am Tag der Entschärfung ab 7 Uhr geschaltet.

Es gibt zudem eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die nicht anderweitig unterkommen können. Diese befindet sich im Kulturhaus „Friedrich Wolf“ (Friedrich-Wolf-Straße 31) und ist ab 8 Uhr geöffnet.

Aufgrund des Bombenfundes ist die L211 vor Ort bereits gesperrt, der Bereich ist großräumig zu umfahren. „Alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger mögen sich vorsorglich darauf einstellen, dass die Straße auch nach Aufhebung des Sperrkreises vorerst noch gesperrt bleiben muss, da sie zunächst auf etwaige Schäden überprüft werden muss“, so die Stadt.