Bombe in Oranienburg
: Weltkriegsbomben erfolgreich gesprengt

UPDATE 27. Juni: In Oranienburg (Oberhavel) wurden zwei Weltkriegsbomben gesprengt. Die Anwohner können wieder in ihre Häuser zurück.
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Stefan Zwahr (mit dpa)
Oranienburg
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Im Dezember 2019 wurde in Oranienburg Bombe Nummer 209 unschädlich gemacht. Sprengmeister André Müller war zufrieden.

Bombe Nummer 209
Entschärfung Oranienburg Kampfmittel
Treidelweg Oder-Havel-Kanal Garten Haveleck
KMBD Sprengmeister André Müller

Immer wieder müssen in Oranienburg Weltkriegsbomben unschädlich gemacht werden. Diese hier war Bombe Nummer 209 und wurde im Dezember 2019 entschärft.

Klaus D. Grote

In einem Waldstück bei Oranienburg (Landkreis Oberhavel) sind am Donnerstagvormittag (27. Juni) mit lautem Knall zwei Weltkriegsbomben gesprengt worden. Die Sprengung war erfolgreich, sagte eine Sprecherin der Stadt. Man sei glücklich, die Blindgänger noch rechtzeitig vor dem angekündigten Unwetter unschädlich gemacht zu haben. Die Anwohner könnten wieder in ihre Häuser zurück.

Einer der beiden 250 Kilogramm schweren Blindgänger war vor Kurzem im ehemaligen Militärforst Lehnitz gefunden worden. Bei den Vorbereitungen für die Sprengung sei eine weitere entdeckt worden.

Feuerwehr bei der Sprengung in Oranienburg im Einsatz

Wegen der erwarteten hohen Temperaturen wässerte die Feuerwehr den Ort rund um den Fundort vorsorglich, um einen möglichen Brand zu verhindern. Insgesamt 233 Weltkriegsbomben wurden den Angaben zufolge seit 1990 aus Oranienburgs Erde geholt.

Laut Stadtverwaltung verfügte die zuerst entdeckte die Bombe über einen chemischen Langzeitzünder.

In Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) hatte das Amt für Brandschutz der Stadt einen Sperrkreis mit einem Radius von 100 Metern rund um den Fundort der Bombe eingerichtet, hieß es. Dieser durfte aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.

Sperrkreis um Bombenfund in Oranienburg wurde vergrößert

Am Montag, 24. Juni, gab es von der Stadtverwaltung weitere Informationen zum Bombenfund im ehemaligen Militärforst Lehnitz. Um die Sprengung durchführen zu können, trat am Donnerstag um 9 Uhr der Sperrkreis in Kraft. „In diesem Sperrkreis sind 124 Personen gemeldet, die bereits schriftlich informiert worden sind", hieß es in der Mitteilung. Der Bereich wurde mit mehr als 20 Absperrposten gesichert, auch eine Drohne kam zum Einsatz.

Für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner hatte die Stadtverwaltung eine Anlaufstelle in der Turnhalle der Neddermeyer-Grundschule im Ortsteil Schmachtenhagen (Schmachtenhagener Dorfstraße 33 B) eingerichtet. Diese stand ab 8:30 Uhr zur Verfügung.