Bomben in Hohen Neuendorf: Termin für sechste Sprengung, 3000 Menschen betroffen

Aus der Drohnenperspektive wird deutlich, welchen Schaden die Bomben selbst bei einer kontrollierten Sprengung anrichten können. Im August 2026 steht die nächste Maßnahme im Wald bei Borgsdorf an. Mehr als 3000 Menschen sind von der Evakuierung betroffen, mehrere Straßen gesperrt.
Frank Lagrange- Sechste Sprengung von Kriegsmunition im Borgsdorfer Wald am Mittwoch, 26. August 2026.
- Evakuierung für mehr als 3000 Menschen geplant – Sperrkreis reicht in Wohngebiete.
- Zeitraum 8 bis voraussichtlich 16 Uhr; genaue Grenzen des Sperrkreises folgen.
- Bahntrasse wohl betroffen – Straßensperrungen wie alte B96 erwartet, Umleitungen empfohlen.
- Stadthalle Hohen Neuendorf dient als Anlaufstelle; bisher 45 Tonnen Kampfmittel beseitigt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr muss im Borgsdorfer Wald zwischen Hohen Neuendorf und Oranienburg Kriegsmunition aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt werden.
Die gefährliche Altlast kann aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht abtransportiert werden. Sie wird deshalb vor Ort vernichtet.
Die Maßnahme ist in der ersten Woche nach den Sommerferien, nämlich am Mittwoch, 26. August 2026, von 8 bis voraussichtlich 16 Uhr vorgesehen. Das teilte Daniel Dinse, Sprecher der Stadt Hohen Neuendorf, mit.
Wohngebiete und Straßen in Borgsdorf von Sperrkreis betroffen
Erneut wird ein Sperrkreis um die Fund- und Sprengstellen eingerichtet. Der Sperrkreis darf nicht betreten werden. Dieser reicht bis in die umliegenden Wohngebiete und erfordert somit nicht nur Straßensperrungen, sondern auch eine Evakuierung von Anwohnerinnen und Anwohnern in Borgsdorf, Pinnow und Oranienburg-Süd sowie Lehnitz. Betroffen sind mehr als 3000 Personen.
Details konnte Stadtsprecher Daniel Dinse dazu noch nicht nennen, da der exakte Geltungsbereich des Sperrkreises derzeit festgelegt wird. Wenn die genauen Auswirkungen feststehen, will die Stadt weitere Informationen bekannt geben. Offen ist auch, wie viel Kampfmittel vernichtet werden müssen und wie groß die Sprengkraft ist.

Lebensgefahr an der Sammelstelle für Kampfmittel: Der Borgsdorfer Wald wird systematisch nach Kriegsmunition abgesucht. Immer wieder werden explosive Altasten entdeckt.
Tilman TrebsWahrscheinlich befindet sich auch die Bahntrasse erneut in der verbotenen Zone, sodass es am Sprengtag zur Unterbrechung des Bahnverkehrs kommt. Bei den vergangenen Maßnahmen waren zudem Schulen, Kindergärten, Arztpraxen, Geschäfte, Restaurants und eine Wohnanlage für Senioren betroffen. Ob der Pflanzenmarkt Kölle geschlossen wird, ist noch nicht bekannt.
Auf Einschränkungen im Straßenverkehr müssen sich am 26. August vor allem Berufspendler aus Oranienburg einstellen. Denn die alte B96, die zum nördlichen Berliner Ring (A10) führt, wird vermutlich wie bei den vorherigen Maßnahmen ab der Brücke in Havelhausen in Richtung A10 gesperrt.
Auch die Ortsverbindung zwischen Lehnitz und Borgsdorf steht dann nicht zur Verfügung. Es wird empfohlen, über die Birkenallee und die B96neu zur A10 oder über die L211 zur Anschlussstelle Mühlenbeck zu fahren.
Die Stadtverwaltung richtet für die Dauer des Sperrkreises wieder eine Anlaufstelle in der Stadthalle Hohen Neuendorf (Am Rathaus 1, 16540 Hohen Neuendorf) ein. Betroffene, die sich nicht an anderer Stelle aufhalten können, können diese dann aufsuchen.
Der Borgsdorfer Wald wird im Auftrag des Forstamtes systematisch nach Kriegsmunition abgesucht, um das Gebiet wieder wirtschaftlich nutzen zu können. Die Suchtrupps müssen etwa 34 Hektar Wald sondieren. Bislang gab es bereits fünf kontrollierte Sprengungen der Fundmunition.
Bereits 45 Tonnen Kampfmittel in Borgsdorf vernichtet
Bei der jüngsten Vernichtungsmaßnahme am 3. Juni wurden 450 Kampfmittel, so der technische Fachbegriff, unschädlich gemacht. Darunter waren auch zwei 250-Kilogramm-Bomben deutscher und amerikanischer Herkunft. Die Detonationen erschienen manchen Anliegern als ungewöhnlich laut. Die Masse, die da zusammengekommen ist, bezeichnete Truppführer und Einsatzleiter Marco Schmidt vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) als außergewöhnlich.
Bislang wurden im Borgsdorfer Wald insgesamt gut 45 Tonnen Kampfmittel gefunden und unschädlich gemacht. Zehn der gefundenen zwölf 250-Kilogramm-Bomben mussten gesprengt werden.

