Brand in Oranienburg
: Feuer an Lost Place in Lehnitz, war es Brandstiftung?

In Lehnitz, einem Ortsteil von Oranienburg, ist ein Haus niedergebrannt, das eine Besonderheit hat. Welche Schlüsse die Polizei daraus zieht.
Von
Roland Becker
Lehnitz
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Feuerwehr Symbolbild

Die Feuerwehr musste das Feuer löschen, das ein Haus in Lehnitz (Oranienburg) erfasst hatte. Verletzte gab es nicht. Dafür gibt es einen ungewöhnlichen Grund. (Symbolbild)

Bernd Weißbrod/dpa
  • In Lehnitz brannte am Sonntag ein seit 20 Jahren leerstehendes Haus fast vollständig aus.
  • Die Feuerwehr löschte bis in den Abend – auch ein Nebengebäude war betroffen, Verletzte gab es nicht.
  • Die Polizei hält Brandstiftung für möglich, die Ursache ist noch unklar.
  • Kripo und Technik waren vor Ort, doch die Spurensuche begann erst nach den Löscharbeiten.
  • Wegen der Löscharbeiten war die Landesstraße L211 am Birkenwerderweg bis nach 19 Uhr gesperrt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Alarm bei der Feuerwehr: Am Sonntag (30. August) kommt kurz nach 16.30 Uhr die Meldung herein, dass ein Haus am Kurzen Weg in Lehnitz in Flammen steht. Zwei Stunden später ist das Feuer noch immer nicht vollständig gelöscht. Das Haus ist bereits fast niedergebrannt, auch ein Nebengebäude ist betroffen.

Das Besondere an diesem Gebäude hebt Tilo Mildebrath, Wachdienstführer der Polizei in Oranienburg, hervor: „Bei dem Haus handelt es sich um ein seit 20 Jahren leerstehendes Gebäude.“ Zwischen anderen bewohnten Häusern am Kurzen Weg stehend, wirkte es wie ein Lost Place.

Zwar ist die Brandursache noch nicht geklärt, doch Mildebrath gibt zu bedenken: „Rin so lange unbewohnt stehendes Haus gerät nicht einfach so in Brand.“ Hinter den Worten dürfte die Vermutung stecken, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte.

Nachbarn kommen beim Brand in Lehnitz mit dem Schrecken davon

Evakuierungen der Bewohner der Nachbarhäuser waren während der Löscharbeiten nicht nötig, berichtet Mildebrath.

Kripo und Kriminaltechnik sind am Abend gegen 18 Uhr bereits am Brandort. Doch die Spurensuche und -sicherung kann erst aufgenommen werden, wenn die Löscharbeiten abgeschlossen sind. Das aber war bis 19 Uhr nicht der Fall.

Der Brandort liegt zwischen Landesstraße und Bahngleisen

Das wiederum wirkt sich auf den Verkehr aus. Zwar handelt es sich beim Kurzen Weg um eine Sackgasse fast ohne Verkehr. Allerdings grenzt diese kurze Straße direkt an den Birkenwerderweg, auf dem die von Summt kommende und viel befahrene Landesstraße  L211 Richtung Borgsdorf verläuft.

Wegen der Löscharbeiten und der dafür benötigten Stellflächen musste die Landesstraße gesperrt werden. Diese Sperrung dauerte zumindest bis nach 19 Uhr an. Zwar grenzt der Kurze Weg nahe der Gleise für S-Bahn sowie Fern- und Regionalzüge. Der Zugverkehr war nach Angaben der Polizei aber nicht beeinträchtigt.