Bürgermeisterwahl Oranienburg 2025: Kandidaten stehen fest – wer nicht dabei ist

Nach dem Haushaltsdebakel und dem Streit zwischen Politik und Verwaltung: Wer räumt in Oranienburg so richtig auf?Demnächst ist die Bürgermeisterwahl. Nicht alle Bewerber dürfen kandidieren. (Symbolbild)
Soeren Stache/dpa- Bürgermeisterwahl in Oranienburg 2025: Amtsinhaber Laesicke tritt gegen sechs Kandidierende an.
- Kandidierende: Collin-Feeder (SPD), Rose (Linke), Waschkau (AfD), Grothe (Die Partei), Zillmann, Mielke.
- Einzelbewerber Schröpfer scheitert an nötigen 80 Unterstützungsunterschriften (nur 28 gesammelt).
- Parteien wie CDU, Grüne, FDP, Freie Wähler und Piraten stellen keine eigenen Kandidaten.
- Wahltermin: 28. September 2025, Stichwahl am 19. Oktober – Wahlhelfer werden noch gesucht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bis zum heutigen Donnerstag (12 Uhr) mussten die vollständigen Unterlagen der Kandidaten und Kandidatinnen für die Bürgermeisterwahl in Oranienburg vorliegen. Schon am Mittwoch endete für die Einzelbewerber die Frist für ihre Unterschriftensammlung.
Bereits im Vorfeld war klar, wer es ohne Unterstützungsunterschriften auf den Wahlzettel schafft. Amtsinhaber Alexander Laesicke (parteilos) strebt eine zweite Amtszeit an. Den Chefsessel streitig machen wollen ihm Jennifer Collin-Feeder (SPD), Stefanie Rose (Linke), Anja Waschkau (AfD) und Rick Grothe (Die Partei). Jetzt steht auch fest, wer von den Einzelbewerbern antreten darf.
Welcher Bewerber holte genug Unterstützerunterschriften?
Schon recht früh war klar, dass Unternehmer Heiko Zillmann es schaffen wird. 80 Unterschriften brauchte es, um zur Wahl zugelassen zu werden. Wie Juliane Weser als Amtsleiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mitteilte, konnte Zilmann mit Stand Mittwoch, 16 Uhr, insgesamt 112 Unterschriften vorweisen.
Bangen mussten derweil bis zuletzt Handwerker Mario Schröpfer und Polizist Sascha Mielke. Beide wurden erst von ihrem Umfeld dazu animiert, Laesicke herauszufordern. Einer hat jetzt keine Chance mehr auf den Chefsessel. Konnte Mielke sich mit 85 Unterschriften noch einen Platz im Kandidatenring sichern, ist Schröpfer mit 28 Unterschriften aus dem Rennen. Der Wahlausschuss muss die Kandidaten am 25. Juli noch offiziell bestätigen.
Offiziell treten damit drei Frauen und drei Männer gegen Laesicke an. Als Erste machte Stefanie Rose ihre Kandidatur für Die Linke öffentlich. Sie tritt gegen ihren Chef an. Seit März 2018 ist Stefanie Rose Dezernentin für Bürgerdienste in der Verwaltung. Ihr Verantwortungsbereich: Feuerwehr, Kitas und Schulen, Bibliothek und Standesamt, Ordnung und Sicherheit, Bombensuche.
Auch SPD-Kandidatin Jennifer Collin-Feeder hat eine Vergangenheit mit Laesicke. Es ist ihr zweiter Versuch, ihn zu schlagen. Zur Bürgermeisterwahl 2017 konnte sich Collin-Feeder nicht durchsetzen. Bürgermeistererfahrung schnuppert sie schon: Seit 2019 leitet sie den Fachbereich Soziales in Veltens Verwaltung, seit 2021 ist sie dort stellvertretende Bürgermeisterin.
Welche Parteien niemanden zur Bürgermeisterwahl aufstellen
Mit Anja Waschkau von der Rechtsaußen-Partei AfD kam eine dritte Kandidatin hinzu. Kommunalpolitisch war sie bis dato nicht aktiv. Waschkau ist laut Eigenauskunft „Key Account Managerin in einem internationalen Großkonzern“. Sie lebt in Lehnitz und machte jüngst durch einen medienwirksamen Auftritt auf einem Demokratiefest von sich reden.
Ebenfalls den Amtsinhaber ablösen will Physiotherapeut Rick Grothe von der Satire-Partei Die Partei. Weil Die Partei einen Sitz im Stadtparlament hat, brauchte er keine Unterstützerunterschriften. Grüne, Freie Wähler, FDP, Piraten und CDU haben keine eigenen Kandidaten aufgestellt.
In Oranienburg wird die Bürgermeisterwahl ab Montag (28. Juli) im Stadtbild sichtbar: Dann dürfen Kandidatinnen und Kandidaten mit der Plakatierung beginnen. Die Wahl findet am Sonntag (28. September) statt. Ein Ergebnis im ersten Durchgang gilt aufgrund der Vielzahl von Kandidierenden als unwahrscheinlich. Eine Stichwahl ist für den 19. Oktober angesetzt.
In der Stadtverwaltung laufen derweil die Vorbereitungen. „Ohne Unterstützung auch aus der Bevölkerung geht es am Wahltag aber nicht“, so Stadtwahlleiter Marcel Gutjahr. Wahlhelfer werden gesucht. Die Briefwahllokale konnten zwar schon besetzt werden, es fehlen aber noch Helfer für die 40 Urnenwahllokale. Wer Interesse hat (es gibt auch ein „Erfrischungsgeld“), schreibt eine E-Mail an wahlhelfer@oranienburg.de.


