Corona-Hilfe: Oranienburg sammelt Masken für Arztpraxen

Überall im Land werden Gesichtsmasken in Heimarbeit genäht. In Oranienburg kooperieren die Stadtverwaltung und die Caritas-Werkstatt bei der Produktion. Auch private Initiativen sind willkommen.
dpaDie Stadt koordiniert, die Caritas näht: Sören Neubert von der Caritas-Werkstatt freut sich über diese Initiative der Stadt: „Ich höre von vielen Akteuren aus dem Gesundheitswesen den Wunsch nach Stoffmasken, um dem akuten Mangel zu begegnen und hatte gerade angefangen Muster zu nähen, als die Stadt auf mich zukam.“
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Derzeit wird die Maskenproduktion mit zehn Beschäftigten hochgefahren. „Wir liegen aktuell bei rund 200 Masken pro Tag und können diese gegen ein geringes Entgelt weitergeben.“ Parallel dazu kontaktiert die Stadt derzeit alle allgemeinmedizinischen Praxen in Oranienburg und koordiniert die Bestellung der Masken, so Stadtsprecherin Fehlauer.
Auch ehrenamtliche Näherinnen und Näher können helfen: Um möglichst viele Masken zur Verfügung stellen zu können, freut sich die Stadt auch über Masken, die von ehrenamtlichen Näherinnen und Nähern angefertigt werden. Die selbst genähten Masken können bei der Caritas in der Berliner Straße 93 abgegeben werden, per Mail ist die Caritas zu diesem Thema über schnittstelle@caritas-werkstatt.de zu erreichen. Dort werden sie gewaschen, verpackt und weiterverteilt.
Auch mit der privaten Gruppe „Behelfsmasken für Oranienburg“, in der fleißige Frauen und Männer Masken nähen und verteilen, ist die Stadt bereits in Kontakt. Hier sind auch weiterhin Stoff-, Geld- und Gummibandspenden willkommen.
In Abhängigkeit von den erzielten Mengen und dem Bedarf der Allgemeinarztpraxen wird die Stadt die Verteilung auch an weitere Akteure des Gesundheits- und Pflegewesens koordinieren. „Ich freue mich über die Kooperation mit der Caritas-Werkstatt, in dieser Zeit ist es wichtiger denn je, dass wir Oranienburger zusammenhalten und gemeinsam kreative Lösungen finden, um da zu helfen, wo es nötig ist“, so Bürgermeister Alexander Laesicke.
„Vorsorglich sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Stoffmasken um kein Medizinprodukt handelt. Sie stellen keinen hundertprozentigen (Eigen-)Schutz dar, sie dienen dazu, die eigene Verbreitung von Viren ein wenig zu reduzieren“, erklärte die Stadtverwaltung.
Ansprechpartnerin im Schloss ist Nicole Döhler, erreichbar unter (03301) 600 6019 oder via E-Mail an doehler@oranienburg.de. Dort kann sich melden, wer Bedarf an Behelfsmasken hat oder wer gern selbst welche beisteuern möchte.
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