Jetzt nähert sich auch der Landkreis Oberhavel der kritischen Marke von 35 Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Aktuell gibt es knapp 30 Infizierte. Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz setzt den Landkreis in Alarmbereitschaft.
„Wir bereiten uns darauf vor, dass wir noch in dieser Woche eine öffentliche Bekanntmachung mit einschränkenden Maßnahmen vornehmen müssen – so wie es die aktuelle Umgangsverordnung des Landes Brandenburg vorsieht“, teilte Landrat Ludger Weskamp (SPD) am Montag mit.

Ausbreitung des Virus verhindern

Weskamp hatte nach seinem Corona-Befund am Montag seine Dienstgeschäfte in der Kreisverwaltung wieder aufgenommen. „In Abstimmung mit allen Dezernaten haben wir heute entschieden, auf die steigenden Fallzahlen auch in arbeitsorganisatorischer Form zu reagieren“, so Weskamp.
Ziel sei es, die weitere Ausbreitung des Infektionsgeschehens zu verhindern. Weskamp: „Der Verwaltungsstab, den wir Ende Mai in den Stand-by-Modus versetzt hatten, wird beim Erreichen einer Inzidenz von 50 wieder hochgefahren. Auch darauf bereiten wir uns strukturell bereits vor.“

Mundschutz in Gaststätten

Gemäß der zuletzt am 8. Oktober geänderten Umgangsverordnung gelten für Gebiete mit kumulativ mehr als 35 Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage besondere Maßnahmen: So müssen in Gaststätten sowohl Beschäftige als auch Gäste (ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr) eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, soweit sie sich nicht auf ihrem festen Platz aufhalten. Das gilt auch bei geschlossenen Gesellschaften in Gaststätten oder sonstigen für Feierlichkeiten angemieteten Räumlichkeiten.

Weniger Teilnehmer bei Veranstaltungen

Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist außerdem in Personenaufzügen sowie in Büro- und Verwaltungsgebäuden von allen Beschäftigten sowie Besuchern zu tragen, sofern sie sich nicht auf einem festen Platz aufhalten und der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann.
Auch für Veranstaltungen gelten bei mehr als 35 Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus andere Regeln: So sind private Feierlichkeiten im privaten Wohnraum nur bis maximal 25 Teilnehmenden und in öffentlichen oder angemieteten Räumen mit maximal 50 Teilnehmenden erlaubt.
Außerdem gilt: Veranstalter von nicht untersagten privaten Feierlichkeiten mit mehr als sechs zeitgleich Anwesenden außerhalb des eigenen Haushalts sind verpflichtet, diese mindestens drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn dem Gesundheitsamt unter Angabe des Veranstaltungsortes und der geplanten Anzahl der Teilnehmenden anzuzeigen. Verstöße gegen die Umgangsverordnung können mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.
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