Immer mehr Autofahrer schaffen sich Elektrofahrzeuge an. In Hohen Neuendorf hat das nun zur Folge, dass es an den öffentlichen Ladesäulen inzwischen zu Engpässen kommt.
Die Stadt will deshalb in weitere Säulen investieren. Weil das aber noch etwas dauert, verweist die Verwaltung auf Alternativen in Hohen Neuendorf. Zudem wirbt sie bei den Bürgern dafür, Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für private E-Ladesäulen in Anspruch zu nehmen.

Rathaus braucht mehr Ladekapazitäten

Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) hatte bereits in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung erklärt, dass die Stadtverwaltung zur Entlastung der beliebten Ladesäule am Rathaus weitere Ladepunkte für städtische Fahrzeuge installieren werde. „Voraussichtlich im Februar sind diese lieferbar“, erklärte nun Rathaussprecherin Ariane Fäscher. Die Stadtverwaltung braucht schon deshalb zusätzliche Ladesäulen, weil Mitarbeiter der bisherigen Außenstellen inzwischen ins neue Rathaus umgezogen sind – und mit ihnen weitere E-Autos aus dem städtischen Fuhrpark.

Neue öffentliche Schnellladesäulen kommen erst Mitte 2021

Vor Monaten schon hatte die Stadt zudem den Aufbau von Schnellladesäulen für den Rathausparkplatz vorbereitet, die dann auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen. „Doch weil die Stadt hierfür Fördermittel in Anspruch nehmen möchte, wird sich der Aufbau bis zur Jahresmitte 2021 hinziehen“, erklärte Ariane Fäscher. „Wir bitten die Nutzerinnen und Nutzer daher auch, zwischendurch auf die anderen Ladepunkte am Bahnhof oder bei Kaufland auszuweichen“, appelliert die zuständige Klimaschutzmanagerin Heiderose Ernst.

KfW fördert private Ladestationen

Gleichzeitig weist sie auf das neue Förderprogramm der KfW für private Eigentümer, Unternehmen und Wohnungsgenossenschaften hin: „Die KfW fördert seit 24.11.2020 pauschal den privaten Ladepunkt am Stellplatz, in der Garage oder am Wohngebäude mit 900 Euro Zuschuss.“ Empfehlenswert sei es, vorab mit dem Verteilnetzbetreiber die Voraussetzungen für die Installation einer Wallbox am eigenen Standort zu klären, empfiehlt die Klimaschutzmanagerin Interessierten. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Debatte über Kosten fürs Aufladen

Möglicherweise müssen Autofahrer künftig für das Stromzapfen an den Hohen Neuendorfer Säulen auch zahlen. Bislang übernimmt die Stadt die Kosten. Für den Jahresanfang kündigte Steffen Apelt eine Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung darüber an. Mehrere Stadtverordnete sollen sich bereits dafür ausgesprochen haben, das Laden auch in Hohen Neuendorf entgeltpflichtig zu machen. „Das wird dann voraussichtlich mit Parkgebühren verbunden werden. Neuere Systeme buchen nach Beendigung des Ladevorgangs Parkgebühren für die Standzeiten des Fahrzeugs ab. Damit soll sichergestellt werden, dass Ladepunkte für andere Nutzer nicht unnötig lange blockiert werden“, erklärt die Stadtverwaltung.