In den von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beginnen jetzt die Aufräumarbeiten. Auch in Oberhavel können die Menschen unterstützen – mit weniger Sperrmüllanmeldungen.
„Es sind schockierende Bilder, die uns in den vergangenen Tagen vom Hochwasser erreicht haben und betroffen machen“, teilt Kreissprecherin Constanze Gatzke mit. Die Katastrophe hat zahlreiche Opfer gefordert und Existenzen zerstört. Die materielle Zerstörung muss nun entsorgt werden.

Weniger Sperrmüll für mehr Hygiene in betroffenen Regionen

Was sich zuerst etwas merkwürdig und abwegig anhört, hat direkte Auswirkungen auf die Aufräumarbeiten in den Hochwasser-Gebieten: Melden Oberhaveler weniger Sperrmüll an, können Hygieneprobleme vermieden werden, da dadurch der Sperrmüll vor Ort schneller entsorgt werden kann. „Hier können alle Oberhavelerinnen und Oberhaveler einen Beitrag leisten, indem sie in den kommenden Wochen und Monaten möglichst auf Sperrmüllanmeldungen verzichten“, sagt Baudezernent Egmont Hamelow.
Mit der Bitte um weniger Sperrmüllanmeldungen ist die Energy from Waste GmbH (EEW) – seit 2016 Vertragspartner mit Oberhavel – an den Landkreise herangetreten. Der Kreis solle den Appell weiterleiten, „um vermehrt Sperrmüll aus den Krisenregionen in den Anlagen der neuen Bundesländer annehmen zu können“, so Constanze Gatzke.

Spendenkonto Hochwasserhilfe

Für die Spenden aus Brandenburg wurde ein Konto eingerichtet: Landkreis Märkisch-Oderland, IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95, Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021
Wer in Oberhavel Sperrmüll anmeldet, muss wissen, dass dieser in einer Anlage der EEW in Premnitz (Havelland) landet, um dort thermisch verarbeitet zu werden. Die Entsorgungskapazitäten will die EEW nun verstärkt für Sperrmüll aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nutzen. „Sofern es Ihnen möglich ist, melden Sie bitte vorerst keinen Sperrmüll bei der AWU über das Online-Formular oder über die Sperrmüllkarte an“, wiederholt Hamelow die Bitte. Somit könne jeder einen kleinen Beitrag leisten, „um die Situation vor Ort in den Hochwassergebieten rasch zu bewältigen und den damit verbundenen schnellen Wiederaufbau zu unterstützen.“
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