Rummel und Konzerte: Das war das heißeste Stadtfest aller Zeiten in Oranienburg
Das erste sommerliche Oranienburger Stadtfest seit 2019 wurde am Wochenende (17. bis 19. Juni) in Oranienburg gefeiert. Der Auftakt am Freitag war gelungen. Am Bollwerk starteten zehn Teams im Schulcup zum Drachenbootrennen. Dort gab es nach der Siegerehrung eine Abkühlung in der Havel. Sonnabend ging es mit den offenen Rennen und zwölf Teams weiter. Temperaturen von bis zu 35 Grad machten die Veranstaltung zum wohl heißesten Stadtfest aller Zeiten.
Auf dem Schlossplatz wurden große Sonnenschirme aufgestellt, um die Konzertbesucher zu schützen. Dort waren die Konzerte mit bis zu 2000 Gästen bestens besucht. Doch am Sonntag blieben die Gäste aus. Als am Vormittag der Oranienburger Blasmusikverein spielte, war es einfach zu heiß. Auch „Bell, Bock and Candle“ spielten vor kleinem Publikum. Erst nach einem Regenschauer kamen noch einige Menschen hinzu.

Schon am Freitagabend gut besucht war der Schlossplatz.
Klaus D. GroteLokalmatadoren auf der Bühne
Am Freitagabend gehörte die Bühne auf dem Schlossplatz traditionell Bands aus Oranienburg. Fire Pot, die Sieger des Lux–Augenoptik–Bandcontests bei Koofen&Schwofen, sowie Die Muetzen sorgten für ordentlich Stimmung. Viele Oranienburger feierten dort: endlich wieder Stadtfest im Sommer! Man habe den Eindruck gehabt, dass die Oranienburger das Stadtfest vermisst hatten, sagte Katrin Günther–Kalsow von der Tourismus– und Kulturgesellschaft TKO. „Wir hatten Sommernachtsstimmung auf dem Schlossplatz.“

Partystimmung auf dem Schlossplatz: Am Freitagabend war das Stadtfest sehr gut besucht. Die TKO als Veranstalterin zeigte sich zufrieden.
Klaus D. GroteNach Partymusik der 90er gab es am Freitag eine Premiere auf dem Schlossplatz. Die DJs Thomas Lizarra sowie MagDita B2B & Adam Rec. sorgten für House und Techno. Das Publikum feierte ausgelassen. Bereits ab 18 Uhr wummerten die Bässe auf dem Technotruck am Schlosshafen. Dort blieben die DJs und Bierverkäufer in der ersten Stunde fast unter sich. Vor so einem kleinen Publikum hatten die international tätigen DJs Mike La Funk und Master Danyl wohl noch nie aufgelegt.
Loveparade in Oranienburg im nächsten Jahr?
Der Technotruck, der in Anlehnung an die Loveparade das Motto „Friede, Freude, Regenbogen“ erhielt, war ein persönlicher Wunsch von Bürgermeister Alexander Laesicke: „Ich bin ein Kind der Loveparade.“ Ursprünglich hatte er einen Umzug des Trucks durch die Stadt gewollt. Das wurde von den zuständigen Ämtern aus Sicherheitsgründen jedoch abgelehnt. So kam es zum Parkplatz–Rave. Laesicke, der eigentlich ein Grußwort an die Technoliebhaber sprechen wollte, drehte beim Blick auf den menschenleeren Platz wieder ab und schaute erst später vorbei. Vielleicht wird die kleine Oranienburger Loveparade dann 2023 Realität, aber nicht zum Stadtfesttermin, hieß es von der TKO.
Für die Organisation des Stadtfestes gab es im Laufe des Wochenendes viel Lob. Für alle sei etwas dabei gewesen, hieß es.
Das Drachenbootrennen war am Sonnabend wieder der Anziehungspunkt am Bollwerk. Glenn Fröhlich vom Wassersportzentrum Oranienburg freute sich über die gute Stimmung und hoffte, dass beim nächsten Mal wieder mehr Teams am Start sind. 2019 hatten sich noch 63 Teams beteiligt. Spannend war es dennoch auch diesmal. Am Sonntag gab es am Bollwerk zudem eine Schauvorführung der DLRG, Musik von DJ Phil.Harmonic und einen bunten Schlagermix mit Peer Reppert.

Drachenboote beim Kopf-an-Kopf-Rennen auf der Havel
Klaus D. GroteViel los war auch auf dem Rummel. Dort war neben Breakdance, Autoscooter und Mini–Achterbahn der 40 Meter hohe Kettenflieger der diesjährige Höhepunkt.

Höhepunkt auf dem Rummel ist der 40 Meter hohe Kettenflieger.
Klaus D. GroteLasershow statt Feuerwerk
Auf der Bühne vorm Schloss war Samstagabend die Coverband „The Magic of Queen“ zu erleben. Die Musiker haben den Schlossplatz wirklich gerockt — mit allen legendären Hits von Queen. In der tropisch–lauen Sommernacht standen die Menschen dicht gedrängt vor der Bühne, klatschen, tanzten, sangen mit. Die Band lockte alle Altersgruppen an und sorgte für beste Stimmung.
Das geplante Höhenfeuerwerk entfiel wegen der hohen Waldbrandgefahr, sagte TKO–Chefin Franziska Winter. Stattdessen gab es eine Lasershow.

Der Oranienburger Blasmusikverein spielte am Sonntag auf dem Schlossplatz.
Marco Winkler
Zuckerwatte und jede Menge anderer Süßigkeiten gibt‘s auch am Bollwerk.
Klaus D. GroteDer Oranienburger Generalanzeiger und die Bäckerei Plentz luden gemeinsam ins Pressecafé ein. Vor der Stadtbibliothek gab es Kaffee und Kuchen sowie Gespräche mit Redaktionsmitgliedern.
Am Sonntagabend zog Katrin Günther–Kalsow ihr Fazit: „Das Stadtfest war rundum gelungen. Es war nur ein bisschen zu heiß, vor allem am Sonntag.“

Pressecafé an der Stadtbibliothek: Jessica Günther serviert frischen Erdbeerkuchen der Bäckerei Plentz. Es gibt auch Kaffee, Brot, Brötchen und kalte Getränke sowie das OGA-Gedeck mit Kaffee, Kuchen und Tasse für 3,50 Euro. Geöffnet ist auch am Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Klaus D. Grote
Am Stand des Oranienburger Generalanzeigers vor der Stadtbibliothek können Kinder malen und am Glücksrad drehen. Beim Schätzspiel dürfen sich auch Erwachsene versuchen. Zu gewinnen gibt es unter anderem ein Tablet. Geöffnet ist auch am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Zwischen 10 und 14 Uhr besteht zudem die Möglichkeit, mit Redakteuren ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Klaus D. Grote
Nebel, Breakdance und viel Coolness auf dem Rummel am Schlossplatz Oranienburg.
Klaus D. Grote











