In Beetz nahm am Dienstag eine Familie eine achtköpfige Familie aus der Ukraine auf. Die Hilfsbereitschaft für Menschen auf der Flucht ist auch in Oberhavel groß. Die Kreisverwaltung meldete am Dienstag, dass sich mehr als 100 Familien registriert hätten, um vor dem Krieg geflohene Ukrainer aufzunehmen. Auch in den Unterkünften des Landktreises wurden inzwischen die ersten Menschen aufgenommen, sagte Kreissprecherin Constanze Gatzke auf Anfrage.

Private Unterbringung hilft den Geflüchteten

Die Geflüchteten aus der Ukraine sollten bevorzugt privat untergebracht werden. Dabei würden Ferienhäuser und separate Zimmer bevorzugt, um den traumatisierten Menschen einen Rückzugsort geben zu können. „Das private Engagement und die Unterstützung erleichtern den Menschen aus der Ukraine die Ankunft enorm“, sagte Constanze Gatzke.
Inzwischen wurden die ersten 34 Geflüchteten in der kreiseigenen Unterkunft in der Dr.-Heinrich-Byk-Straße in Oranienburg aufgenommen. Sieben Personen wurden bis Dienstag im Wohnheim des Oberstufenzentrums in Zehdenick untergebracht, teilte der Kreis mit. Die Zahlen würden sich jedoch nahezu stündlich ändern. Kurzfristig könnten an den beiden Standorten 200 Personen untergebracht werden.

Kreis bittet um Registrierung in Oranienburg

Bereits in Oberhavel angekommene und privat untergebrachte Menschen werden vom Landkreis gebeten, sich im Servicepunkt Migration in der Mittelstraße 16 in Oranienburg zu melden. Der Servicepunkt ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Für alle Fragen zur Ukrainehilfe hat der Landkreis die Seite www.oberhavel.de/ukraine eingerichtet. Hilfsangebote und Nachfragen können an die folgende E-Mail-Adresse ukrainehilfe@oberhavel.de gerichtet werden oder unter der Telefonnummer 03301-6014800 gestellt werden.
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