"Wir müssen jetzt klären, woher das Geld kommen soll", sagte von Gizycki. Das sei eine Aufgabe für die Regierungskoalition aus SPD, CDU und Grünen. "Dass wird sicher schwierig. Wir wollen beim dringend notwendigen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs aber nicht sparen", sagte von Gizycki.
Geld sei nach Auskunft des Ministeriums auch für andere Projekte zum Ausbau des Schienenverkehrs derzeit nicht vorhanden. Das gelte für die Verlängerung der S 8 nach Oranienburg und die Wiederherstellung der Heidekrautbahn bis Liebenwalde. Gegenüber S 1 und S 8 hätte die S-Bahn nach Rangsdorf (Teltow-Fläming) derzeit Priorität für das Ministerium.
Immerhin werde die Wiederherstellung der Heidekrautbahn auf der Stammstrecke noch innerhalb dieser Wahlperiode in Angriff genommen, sagte von Gizycki. Die Planung zur Verlängerung der S-Bahn nach Velten sei Teil des Programms "i2030". Darin haben sich Berlin und Brandenburg, der Verkehrsverbund und die Deutsche Bahn auf den Ausbau der Schiene verständigt.
Nochmals ausgeräumt habe das Ministerium die Befürchtung, Birkenwerder könne von der S 8 abgehängt werden. In der Neuausschreibung der Linie ist Hohen Neuendorf als Start- und Endbahnhof genannt. Allerdings gilt das auch heute schon. Die S-Bahn fährt aber stets weiter nach Birkenwerder, weil dort Wende- und Abstellgleise vorhanden sind. Nicole Walter-Mundt hatte diese Information bereits in der Vorwoche im Ministerium eingeholt.