Sperrung in Oranienburg: Welche Straße wann dicht ist – Termine und Gründe

In Oranienburg müssen Autofahrer an zahlreichen Stellen aufpassen: Straßen werden gesperrt, es ist mit Stau zu rechnen. An einer Stelle sind fünf Straßen gleichzeitig gesperrt.
Jan Woitas/dpaIn Oranienburg kommt es 2024 noch zu zahlreichen Straßensperrungen. Die Gründe sind vielfältig – von der Notwendigkeit der Bombensuche bis zu politischen Entscheidungen, die jetzt umgesetzt werden. Welche Straße wann gesperrt wird und warum die Arbeiten stattfinden.
Schon seit Ende April 2024 gesperrt ist die Lindenstraße am Bahnhof. Stadt und Politik hatten sich im Juli 2023 für den Ausbau zur Einbahnstraße mit Tempo 30 und damit für den Wegfall von 25 Parkplätzen entschieden. Als Kompensation soll ein Parkhaus gebaut werden, das aktuell noch in weiter Ferne scheint.
Sperrung von fünf Straßen gleichzeitig in Oranienburg
Die Arbeiten in der Lindenstraße ziehen sich durch den August 2024 – mit Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer. Anwohner kommen zwar in ihre Wohnungen, aber Passanten müssen über die Willy-Brandt-Straße oder die Krebststraße ausweichen. „Ab voraussichtlich Mitte Oktober können die Gehwege wieder genutzt werden“, teilt die Stadt mit. Die gesamte Straße soll Ende 2024 für den Verkehr freigegeben werden.
Ebenfalls aufgrund einer Mischung aus Notwendigkeit und politischer Entscheidung gesperrt sind mehrere Straße im Musikerviertel in Oranienburg-Süd. Die Stadtverordneten hatten sich für das „Oranienburger Modell“ entschieden. Die Arbeiten zahlt die Stadt, Anlieger müssen die Kosten für die eigene Zufahrt übernehmen. Seit Anfang Juli werden fünf Straßen instandgesetzt.
Um die Arbeiten durchführen zu können, sind diese Straßen bis voraussichtlich zum 22. November gesperrt. Anlieger kommen an ihre Grundstücke, Müllfahrzeuge und Rettungsdienste haben freie Fahrt. Das ist der Zeitplan für die Arbeiten an den Grundstückszufahrten:
- Weberstraße: Abschnitt von Mozartstraße bis Schubertstraße vom 12. bis 23. August
- Schubertstraße: von Birkenallee bis Richard-Wagner-Straße noch bis 9. August
- Haydnstraße: von Mozartstraße bis Schubertstraße vom 9. bis 18. September
- Schumannstraße: von Mozartstraße bis Schubertstraße vom 28. August bis 6. September
- Mozartstraße: von Birkenallee bis Richard-Wagner-Straße vom 19. September bis 2. Oktober
Nach Fertigstellung der Grundstückszufahrten erfolgt der Einbau der zehn Zentimeter dicken Asphaltdecke. „Das lassen wir auf allen fünf Straßen in einem Zug durchführen“, so Tiefbauamtsmitarbeiter Frank Winterfeldt. 2025 werden weitere Straße im Musikerviertel nach diesem Modell – Anlieger entscheiden selbst über den Ausbaugrad – instandgesetzt oder grundhaft ausgebaut.
Sperrung bei Kaufland in Oranienburg und wegen Bombensuche
Im August ebenfalls gesperrt ist die Friedenstraße bei Kaufland. Der erste Bauabschnitt soll am 2. August beendet sein, am Wochenende ruhen die Arbeiten. Bauabschnitt zwei – Einfahrt Oranienpark bis Dekra-Kreisverkehr – bekommt vom 5. bis 9. August unter Vollsperrung eine neue Deckschicht. Die Einfahrt zu Kaufland bleibt befahrbar. Die Stadt investiert 125.000 Euro in die Instandsetzung.
Zu Straßensperrungen kommt es in Oranienburg immer wieder durch die Kampfmittelsuche. So wird seit Anfang Juli die Flotowstraße abgesucht. Abschnittsweise kommt es halbseitigen Sperrungen. Aktuell (2. August) pausieren die Arbeiten. Ab dem 12. August gehen sie weiter. Mitte September – nachdem die Bohrlöcher wieder aufgefüllt wurden – soll die Maßnahme beendet sein.
Ab dem 6. August wird zudem die Brahmsstraße nach möglichen Bombenfunden abgesucht. Die systematische Kampfmittelsuche ist zwischen der Kreuzung Griegstraße und der Brahmsstraße 19 unterwegs. „Mit Spülbohrungen setzt die beauftragte Firma Löcher für Sonden in die Fahrbahn und den angrenzenden Grünstreifen“, teilt die Stadt mit. Bis Mitte September kommt es deshalb zu einer halbseitigen Sperrung der Straße.
Halbseitige Sperrung einer Hauptstraße bis Februar 2025
Weitreichender in ihren Auswirkungen ist die Kampfmittelsuche in der Chausseestraße in Sachsenhausen. Die Arbeiten beginnen am 5. August, teilweiser werden sie unter halbseitigen Sperrungen durchgeführt. Eine Ampel regelt dann den Verkehr.
Zuerst wird der Bereich von der Straße zum Bahnhof bis zur Chausseestraße 40 abgesucht. Erst auf der einen, dann der anderen Straßenseite. Die Bushaltestellen für die Linien 801, 802 und 803 entfallen. Die OVG will noch über Alternativen oder mögliche Versetzungen der Haltestellen informieren.
Im Anschluss wird der Bereich von der Karlstraße bis zur Orlen-Tankstelle abgesucht, danach von dort Richtung Stadt bis zur Chausseestraße 1 bei McDonalds. Radfahrer werden umgeleitet oder müssen absteigen, so die Stadt.
Die Straße wurde 2020 erst nach Bomben abgesucht. Wegen der vielen Versorgungsleitungen im Boden muss die Suche jetzt aber mit neuer Technik (Bohrlochradarverfahren) wiederholt werden.
Die Chausseestraße, die in die Sachsenhausener Straße übergeht, ist eine der Hauptverkehrsstraßen der Stadt. Während der Kampfmittelsuche und der anschließenden Tiefbauarbeiten, die voraussichtlich erst im Februar 2025 beendet sein werden, ist mit Verkehrsbeeinträchtigungen und Staus im Berufsverkehr zu rechnen.


