Tragische Unfälle 2024
: Zahl der Toten auf den Straßen in Oberhavel gestiegen

Im Jahr 2024 gab es viele tragische Unfälle mit tödlichem Ausgang in Oberhavel. Die Zahl der getöteten Personen ist erneut gestiegen.
Von
Jürgen Liebezeit
Oranienburg
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Unfall L161 Vehlefanz am 240810

Zeichen der Trauer: Blumen, Kerzen, Bilder und Symbole können Hinterbliebenen bei der Bewältigung und Verarbeitung tragischer Verkehrsunfälle helfen. Im Jahr 2024 gab es mehr Tote auf den Straßen in Oberhavel als im Vorjahr.

Jürgen Liebezeit
  • 2024 stiegen die Verkehrstoten in Oberhavel auf 13 Personen bei 11 Unfällen.
  • Ursachen waren oft hohe Geschwindigkeit oder unglückliche Ereignisse.
  • Tragische Unfälle: Treckertreffen in Grüneberg, Kollisionen auf der L161 und L191.
  • Spekulationen über Suizid bei Unfall vor Kremmen; Ermittlungen laufen noch.
  • Hilfe bei Suizid-Gedanken: Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mehr Verkehrstote als im Vorjahr gab es 2024 in Oberhavel. Die Gründe für die tödlichen Unfälle sind unterschiedlich. Oft war es überhöhte Geschwindigkeit, manchmal aber auch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse. Ein trauriger Rückblick.

Starben 2023 noch acht Menschen, sind 2024 (Stand 29. Dezember) 13 Frauen und Männer bei insgesamt elf Unfällen getötet worden. Auf den Autobahnen A10 und A111 starben drei Menschen, auf den anderen Straßen und Plätzen im Landkreis waren es 8 Personen.

Treckertreffen in Grüneberg von Unglück überschattet

Als besonders tragisch bleibt der Unfall beim traditionsreichen Treckertreffen in Grüneberg am 12. Oktober in Erinnerung. Während der üblichen Abschlussrunde fiel ein 24-jähriger Mann aus dem Nachbarkreis von einem Trecker und wurde überrollt. Am Steuer des Treckers saß sein bester Freund (21 Jahre), der deutlich alkoholisiert war. Nach dem Unfall brachen die Organisatoren die Veranstaltung sofort ab. Notfallseelsorger kümmerten sich um Angehörige, Augenzeugen und Betroffene.

Ein Bild des Schrecks bot sich den Rettungskräften in der Nacht vom 9. auf den 10. August auf der L161 in Oberkrämer. Aus noch ungeklärter Ursache kam ein 22-jähriger Mann in der Nacht zwischen Wolfslake und Vehlefanz in der Gemeinde Oberkrämer von der Straße ab und kollidierte mit einem Baum. Der junge Mann aus Oberhavel erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Vermutet wird, dass der BMW-Fahrer mit sehr hoher Geschwindigkeit in Richtung Vehlefanz unterwegs war.

Gleich zwei Menschen sind am 21. Juli auf der L191 bei einem Unfall tödlich verletzt worden. Der 30 Jahre alte Fahrer fuhr mit seinem Pkw in Richtung Teerofen, als er in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er prallte mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen einen Baum. Fahrer und Beifahrer starben noch vor Ort.

Boulevard-Medien spekulieren zum Unfall vor Kremmen

Bereits am 18. Februar erlag eine 95-jährige Beifahrerin ihren schweren Verletzungen, die sie bei einem Unfall auf der L162 vor Kremmen erlitt. Am Steuer saß eine 89-jährige Frau. Sie prallte aus ungeklärter Ursache mit ihrem BMW gegen einen Straßenbaum.

Boulevard-Medien spekulierten damals über einen gemeinsamen Suizid, weil Patientenvollmachten auf den Tischen der Seniorinnen lagen. Für einen erweiterten Selbstmord fand die Polizei zunächst aber keine Hinweise. Die Ermittlungen dazu sind aber noch nicht abgeschlossen.

Drei Wochen nach einem schweren Unfall, der sich am 20. Mai in Burgwall ereignet hatte, erlag die 81-jährige Beifahrerin ihren schweren Verletzungen. Der ebenfalls 81-jährige Ehemann war mit seinem Toyota gegen einen Straßenbaum geprallt.

Frontal-Kollision mit Lkw bei Häsen

Zu einem folgenschweren Frontal-Zusammenstoß von zwei Autos ist es am 27. September auf der B96 zwischen Fürstenberg und Neustrelitz gekommen. Ein 69-jähriger Autofahrer kam dabei ums Leben, eine 53-Jährige wurde schwer verletzt.

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind auf dem nördlichen Berliner Ring (A10) am 21. April zwischen den Anschlussstellen Birkenwerder und Mühlenbeck vier Personen verletzt worden. Eine schwer verletzte Frau (51 Jahre) starb zwei Wochen später im Krankenhaus.

Am 10. Juni kam es zu einem ungewöhnlichen Unfall auf dem Parkplatz bei Rewe in Hohen Neuendorf. Ein 87-jähriger Autofahrer übersah eine Frau (84) und ihren Ehemann (86). Er erfasste beide mit geringer Geschwindigkeit. Der 86-Jährige verstarb vier Tage später im Krankenhaus an den Folgen seiner durch den Unfall erlittenen Verletzungen.

Pannenhelfer stirbt vor dem Dreieck Oranienburg

Ein Transporter ist am 12. Juli auf der Autobahn A10 bei Oberkrämer ungebremst auf den Anhänger eines Lkw aufgefahren. Für den Transporterfahrer kam jede Hilfe zu spät. Der 60-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

Vier Wochen nach einem Unfall in Oranienburg starb ein 56-jähriger Motorradfahrer an den Folgen seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus. Ein 63-jähriger Pkw-Fahrer hatte ihn am 24. Oktober auf bei Abbiegen in die Hans-Grade-Straße übersehen.

Kurz vor Weihnachten ereignete sich auf der A111 vor dem Dreieck Oranienburg ein weiterer tragischer Unfall. Ein Mann, der am 17. Dezember einem Transporterfahrer bei einer Reifenpanne helfen wollte, starb. Der 32-Jährige wurde vom einem Mercedes-Fahrer erfasst, der in das Pannenauto krachte.

So tragisch wie das Jahr endete, begann es auch. Der frühere Stadtbrandmeister von Hohen Neuendorf, Norbert Nickel, kam am 2. Januar bei dem tragischen Verkehrsunfall in Schönfließ ums Leben. Der Bergfelder starb kurz vor seinem 65. Geburtstag.

Wanderung in Tirol endet tödlich für jungen Mann aus Oberhavel

Ein 21-jähriger Mann aus dem Landkreis Oberhavel kam bei einer Bergwanderung in Tirol ums Leben. Rettungskräfte konnten den jungen Mann, der als vermisst gemeldet worden war, am 6. Oktober nur noch tot bergen. Die Umstände waren offenbar dramatisch.

Ein 56-jähriger Mann aus dem Mühlenbecker Land ist im Sommer nach dem Absturz seines Paragleiters ums Leben gekommen. Der Mann war am 20. August in Kärnten auf der Emberger Alm in 1720 Meter Höhe gestartet. Laut Zeugen klappte der Gleitschirm kurz nach dem Start zusammen. Der Mann konnte schwer verletzt geborgen werden. Er starb aber wenig später im Krankenhaus.

Im Jahr 2024 gab es in Oberhavel weitere Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang. Sie fließen aber nicht in die Statistik der Polizei ein, weil ein Suizid als Ursache ermittelt wurde.

Hilfe bei Suizid-Gedanken und Depressionen

Denken Sie darüber nach, sich das Leben zu nehmen? Bei Suizid-Gedanken und Depressionen können Sie vollkommen anonym und kostenfrei Hilfe erhalten. Unter den Rufnummern 0800 111 0 1111 oder 0800 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr das Angebot der Telefonseelsorge. Auch im Chat oder via E-Mail finden Sie dort Unterstützung. Beraterinnen und Beraten zeigen Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.