Waldseeviertel
: SPD und Piraten für Abbiegeverbot statt Durchgangssperre

Die Glienicker SPD/Piraten-Fraktion macht einen neuen Vorschlag zum Grenzverkehr nach Reinickendorf.
Von
Jürgen Liebezeit
Glienicke/Reinickendorf
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Ein beliebter Schleichweg, um den Stau auf der B 96 in Glienicke und Reinickendorf zu umfahren, ist Lessingstraße.

Jürgen Liebezeit

Wer mit dem Auto von Glienicke und Schildow aus nach Berlin möchte, nutzt gerne die Abkürzung durch das Waldseeviertel in Reinickendorf, um den Stau auf der B 96 zu umfahren. Das führt seit Jahren zu Protesten in dem Wohngebiet, aber auch von Anwohnern der Karlstraße, der Schillerstraße und der Lessingstraße in Glienicke.

Die Bezirksverordneten in Reinickendorf denken deshalb über eine Durchfahrtsperre an der Landesgrenze, also auf dem ehemaligen Mauerstreifen, nach. So soll der motorisierte Durchgangsverkehr unterbunden werden. Der Verkehrsausschuss in Reinickendorf beschäftigt sich diesen Donnerstag ab 16.30 Uhr im Rathaus mit drei Anträgen zu dem Thema. Glienickes Bürgermeister Hans-Günther Oberlack (FDP) hat bereits mehrfach die Sperrung abgelehnt und stattdessen eine Verbesserung der öffentlichen Nahverkehrs gefordert.

Nun kommt die Glienicker SPD/Piraten-Fraktion mit einer neuen Idee. Sie schlägt vor, dass Autofahrer, die aus Richtung Schildow kommen, nicht mehr in die drei betreffenden Straßen einbiegen dürfen. Eine generelle Sperrung lehnt die Fraktion ab. „Dieser Antrag ist auch ein deutliches Zeichen, dass die Gemeinde Glienicke Anstrengungen unternimmt, um den wachsenden Verkehr von den Wohngebieten auf die Hauptstraße zu verlagern“, sagt  Susanne Kübler, stellvertretende Fraktionschefin. Sie regt an, die Beschilderung als Pilotprojekt zu betrachten und die Folgen zu untersuchen.