Afrikanische Schweinepest
: Kreisausschuss des Havellands votiert für Prämie bei Bergung von Kadavern

Im September 2020 ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) erstmals im Osten Deutschland aufgetreten. Das Havelland hat das Virus zwar noch nicht erreicht, doch votierte der Kreisausschuss bereits für Bergeprämien.
Von
Simone Weber
Rathenow
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Noch gab es keinen ASP-Fall im Landkreis Havelland. Sofern auch hier Kadaver von Wildschweinen entdeckt werden, soll es 100 Euro pro Bergeteam geben. So hat es der Kreisausschuss beschlossen.

Lino Mirgeler/dpa

Im September 2020 ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) erstmals im Osten Deutschland aufgetreten. Das Havelland hat das Virus zwar noch nicht erreicht, doch votierte der Kreisausschuss bereits für Bergeprämien.

ASP hat sich von Polen her über Oder und Neiße ausgebreitet. Mehr als 650 ASP–positiv getestete Wildscheinkadaver wurden bereits auf deutscher Seite gefunden. Sollten infizierte Tiere im Havelland verenden, müssen auch hier die Kadaver — sofern entdeckt — geborgen werden, um sie dem Veterinäramt zur Untersuchung zu überlassen.

Der Kreisausschuss votierte am Montag einstimmig dafür, im ASP–Ausbruchsfall im Havelland eine Prämie pro Bergeteam in Höhe von maximal 100 Euro je geborgenem Kadaver zu gewähren.

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