Die Trafo-Station für das Erschließungsgebiet „Semliner Weg“ in der Gemeinde Stechow-Ferchesar (Ortsteil Ferchesar) wurde im August 2021 errichtet. „Bei dieser neuen handelt es sich um eine intelligente Ortsnetzstation“, erklärt Lars Klemmer, Kommunalreferent der E.DIS Netz GmbH. Die entscheidende Neuerung sei dabei die Ausstattung mit Kommunikation-, Mess- und Steuertechnik sowie die Nutzung der dort erfassten Daten durch das neue E.DIS-Netzleitsystem.

Ausfallzeiten bei Netzstörungen lassen sich reduzieren

Auch durch die neue Fernsteuerbarkeit würden sich Ausfallzeiten bei Netzstörungen reduzieren lassen, weil durch die eingebaute Technik schnell und unkompliziert auf die Stationen einer gestörten Leitung durch die Netzleitstelle in Potsdam zugegriffen werden könne, so Klemmer weiter. Konkret bedeute dies, dass alle nichtgestörten Abschnitte in kürzester Zeit aus der Netzleitstelle wieder zugeschaltet werden könnten.
Amtsdirektorin Ilka Lenke meint: „Ich freue mich über jede technologische Weiterentwicklung und künstlerische Gestaltung in den Orten.“

Kein Störkörper im Erschließungsgebiet

Überdies wirkt die Transformatorenstation nicht wie ein Störkörper im Erschließungsgebiet „Semliner Weg“. Grund dafür ist die farbliche Gestaltung, die zuletzt erfolgte. Der Entwurf war mit dem Amt Nennhausen und den Gemeindevertretern im Vorfeld abgestimmt worden. Zu sehen ist ein Natur-Motiv, angelehnt an die Umgebung mit heimischen Vögeln. Auftragnehmer war Patrik Kieper von der Firma Patrick Kieper Streetart & Graffitikünstler aus Velten.

Eine von etwa 20.000 Trafostationen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

Rund 20.000 Trafo-Objekte hat E.DIS in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern im Bestand. Seit 16 Jahren lässt E.DIS Fassaden gestalten. Sonst sähen alle Stationen weiß-grau bzw. vielfach beschmiert aus. Pro Jahr werden rund rund 100 Stationen farblich gestaltet. Die E.DIS Netz GmbH arbeitet herbei mit vier Dienstleistern zusammen. Pro Kunstwerk gibt das Unternehmen laut eigener Aussage zwischen 700 und 1.000 Euro aus. Dafür stehe ein Budget zur Verfügung, so Lars Klemmer. Mittlerweile gebe es eine lange Warteliste.